Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Fischereihafen nutzt Hamburger Marketing
Mecklenburg Rostock Fischereihafen nutzt Hamburger Marketing
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:39 05.05.2018
Fischereihafen-Chef Steffen Knispel (l.) holt sich bei Maurice Hoppen gebratenen Hering ab. FOTOS (2): THOMAS NIEBUHR

Neue Wege in der Vermarktung und der Suche nach potentiellen Partnern geht der Fracht- und Fischereihafen. Der RFH startet eine Kooperation mit dem Hamburger Hafen, verkündete Geschäftsführer Steffen Knispel gestern beim Jahresempfang. Rund 100 Gäste waren im Studio 301 zum traditionellen Heringsessen eingeladen.

RFH-Chef will Angebote an der Warnow überregional bekannter machen / Schwieriger Start ins neue Jahr

Der Hafen in Marienehe wird Mitglied im Verein Hafen Hamburg Marketing. Damit möchte der RFH als Nischenhafen überregional auf sich aufmerksam machen, erklärt Steffen Knispel. „Mit diesem Schritt erweitern wir unser Netzwerk und werden besser wahrgenommen.“ Der Leiter der Ost-Repräsentanz des Hamburger Hafens in Dresden, Stefan Kunze begrüßt die Marketingkooperation mit dem Rostocker Fracht- und Fischereihafen. „Hamburg strahlt auf das Hinterland und die Häfen im Osten aus. Gemeinsam geht es darum, den maritimen Standort Deutschland weltweit zu vermarkten.“

Fünf Jahre in Folge schaffte es der Fischereihafen mehr als eine Million Tonnen Güter umzuschlagen, doch die ersten vier Monate 2018 bezeichnet Hafenchef Knispel als „schwierigen Anlauf“. Das hat insbesondere mit dem stürmischen Wetter zu tun. „Der massive Holzbruch in den deutschen Wäldern wirkt sich rückläufig auf die Holzimporte aus dem Ostseeraum aus und belastetet das Kerngeschäft“, sagt Steffen Knispel. Es wäre schon eine große Leistung, das Niveau halten zu können, erklärt Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD). Gemeinsam mit der Bahn gibt das Land Geld für den Gleisbau aus, damit der Fischereihafen im Holzumschlag flexibler agieren kann.

Pegel freut sich, dass der RFH heute gut dasteht, während vor einigen Jahren sogar noch das Aus drohte. Der Einbruch beim Holzumschlag zeigt Steffen Knispel aber, dass im zweitgrößten Rostocker Hafen immer wieder zusätzliche Marktchancen gefunden werden müssten. Regelmäßige Investitionen in Kaikanten und Gebäude seien notwendig. Rund fünf Millionen Euro sollen jährlich für Infrastruktur ausgegeben werden. Christian Pegel sicherte zu, dass das Land die Häfen auch in der Zukunft unterstützen werde. In Marienehe sei es ein Plus, dass das Areal nicht nur Hafen, sondern auch Gewerbegebiet ist. Aktuell verhandele er mit potentiellen Investoren über Ansiedlungen auf zwei freien kleineren Flächen, erklärt Knispel.

Das Baugeschehen konzentriert sich in diesem Jahr auf den nördlichen Bereich. „Der Standort RFH ist nicht der einfachste, wenn es um das Bauen geht.“ Ein wenig Frustration klingt bei Steffen Knispel schon durch angesichts der Tatsache, bei jedem Vorhaben auf erhebliche Probleme zu stoßen. Vor allen die schwierigen Bodenverhältnisse bereiten immer wieder Sorgen, so wie aktuell bei der neuen 10000 Quadratmeter großen Schüttgut-Fläche. Auf dem Gelände entsteht auch eine Halle zur Zwischenlagerung von Düngemitteln. Insgesamt werden mehr als 6,5 Millionen Euro investiert.

Auch der Fischereihafen leiste einen Beitrag zum 800-Jahre-Stadtjubiläum von Rostock, erklärt Steffen Knispel. Für das interkulturelle Projekt „Ship of Tolerance“ stellte der RFH am Liegeplatz 20 Flächen zur Verfügung. Am 19. Mai macht das Schiff im Stadthafen fest.

Brachen werden erschlossen

6,5 Millionen Euro investiert der Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH), um über längere Zeit ungenutzte Brachen neu zu erschließen und Gewerbe- und Lagerflächen zu schaffen. Im nördlichen Hafenbereich konzentriert sich das Baugeschehen in diesem Jahr auf eine neue 10000 Quadratmeter große Schüttgut-Fläche. Trotz unerwartet schwieriger Bodenverhältnisse gehen die Arbeiten voran. Auf dem Areal wird zudem eine 3000-Quadratmeter-Halle zur Zwischenlagerung von Düngemitteln errichtet. Für zwei kleinere Flächen gibt es Gespräche über Firmenansiedlungen.

Thomas Niebuhr

Mehr zum Thema

Nach 6 kommt 1: Am 11. Mai wird in Hamburg das neue Kreuzfahrtschiff von Tui Cruises getauft. Die neue „Mein Schiff 1“ ist 20 Meter länger als ihre Schwestern. Das bietet der Reederei Platz für einige Neuerungen - unter anderem für Sport und einen besonderen Roboter.

02.05.2018

OZ-Forum zur Landratswahl: Sieben Bewerber stellen sich in Rankwitz den Fragen.

05.05.2018

Gerade bei verschenkten Immobilien ist nicht nur die Zehn-Jahres-Frist wichtig.

05.05.2018

Der Museumsverein hat eine erfolgreiche Bilanz vorgelegt. Nun freuen sich alle auf die neuen Räume. Das Haus ist auch Anlaufpunkt für die Warnemünder.

05.05.2018

Die WG Schiffahrt-Hafen hat den Wossidlo Club renoviert

05.05.2018

Im August sollen Eisbären und Pinguine einziehen. Die Eröffnung ist für September geplant. Rund 350 Gäste feiern im Zoo.

05.05.2018
Anzeige