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Rostock Fremde Strände und Häfen: Malerin gewährt tiefe Einblicke
Mecklenburg Rostock Fremde Strände und Häfen: Malerin gewährt tiefe Einblicke
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00:22 04.05.2018
Anne-Katrin Piepenbrink zeigt ein Aktgemälde aus ihrer Ausstellung in Warnemünde. Quelle: Foto: Michael Schissler
Warnemünde

Eine neue Ausstellung gibt es jetzt in der Werkstatt- Galerie Anke Tölle zu sehen – mit einem großen maritimen Schwerpunkt. Auch wenn Rostock selbst ausreichend Hafenflächen und Hafenmotive hat, hat Anke Tölle die Hamburger Künstlerin Anne-Katrin Piepenbrink zu einer Ausstellung eingeladen, die den Titel „Hamburg zu Gast – bewegt und bunt“, trägt – und nur Bilder vom Wasser und vom Strand zeigt.

Die Hamburger Malerin ist als Grafikerin und Designerin selbstständig. „Aber ich habe mich jetzt auf die freie Malerei fokussiert“, sagt sie, die schon in ihrer Heimatstadt verschiedene Ausstellungen mit gutem Anklang bestritten hat. „Ich fühle mich sehr mit den Fauvisten verbunden“, sagt die 50-Jährige, die derzeit als Kunstlehrerin in einem Hamburger Gymnasium arbeitet und sich ansonsten ihrer Malerei widmet. Vor allem für die Motive aus dem Hamburger Hafen kann sie sich begeistern. „Ich fühle mich vom Wasser und von seinen Spiegelungen angezogen“, erläutert Anne-Katrin Piepenbrink, „mich fasziniert die Veränderung des Lichtes.“ Deswegen male sie auch lediglich vor Ort.

„Das geht nur mit diesen kleinformatigen Bildern, die ich dann auf dem Fahrrad noch nass wieder mitnehmen muss“, schildert sie ihre Arbeit. Es bedürfe allerlei Voraussetzungen, sagt Anne-Katrin Piepenbrink, bevor sie überhaupt aktiv werden könne. „Man darf als Hobbymaler nicht in jeden Bereich des Hafens.“ Häufig werde man auch des Platzes wieder verwiesen, weil er einer Hafengesellschaft gehöre. „Als ich einmal einen Blick auf die Hamburger Köhlbrandbrücke malen wollte, musste ich bei der Wasserschutzpolizei um Erlaubnis bitten, ihr Gelände betreten zu dürfen.“ Solche Sorgen kennen die Maler in Mecklenburg-Vorpommern eher seltener.

Aber die Anstrengungen der Künstlerin, ihren Blick auf den Hafen und auf die Schiffe zu finden, haben sich auf jeden Fall gelohnt, dem Betrachter werden Blickwinkel angeboten, die er nicht gleich wieder vergisst. „Der Reiz der Bilder kommt auch darüber, dass sich das Wasser bewegt“, sagt Anne-Katrin Piepenbrink, die „schon einmal ein Schiff durch das Bild fahren lässt.“ Neben dem Wasser bestimmen auch die massigen Industriebauten und die Schiffskörper ihre Motive: „In diesen industriellen Formen steckt viel Kraft“, sagt die Künstlerin, die sich dagegen ausspricht, die Köhlbrandbrücke in Hamburg abzureißen: „Sie ist einfach zu elegant.“ 32 Hafenbilder hat Anne-Katrin Piepenbrink mitgebracht, dazu kommen noch einmal 45 Bilder, die Frauen am Strand zeigen. „Sie strahlen etwas Positives und Zufriedenes aus“, sagt die Malerin, die sich vor allem auf füllige Frauen bei ihren Aktzeichnungen konzentriert: „Diese Frauen feiern das Leben“, deswegen wurden sie gemalt.

Ausstellung: „Hamburg zu Gast –

bewegt und bunt“, bis zum 10. Juni, Vernissage am 5. Mai um 17 Uhr;

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr

Michael Schißler

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