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Friede ist nie zu teuer

DENKANSTOSS Friede ist nie zu teuer

Große Erleichterung machte sich am Sonntagabend breit, denn in Frankreich ist nochmal alles gut gegangen. Ist es nicht ein wenig naiv, den neuen französischen Präsidenten Macron als Heiland zu feiern?

Große Erleichterung machte sich am Sonntagabend breit, denn in Frankreich ist nochmal alles gut gegangen. Ist es nicht ein wenig naiv, den neuen französischen Präsidenten Macron als Heiland zu feiern? Auch sonst bleiben meine Sorgen, warum sich so viele Menschen in das Nationale flüchten, obwohl die Geschichte uns eigentlich eines Besseren belehrt hat.

 

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Von Pastor Marcus Antoniol

Trotzt all der berechtigten Kritik im Detail - mancher Schönheitsfehler hat sich in die Europäische Union eingeschlichen - löst sie für mich als Christen vieles ein, wovon die Menschen lange nur träumen konnten. Ein friedliches Zusammenleben der Völker in Freiheit ist leider Gottes auch bei uns die Ausnahme gewesen. Heute muss man Europa vor allem vor den Krämerseelen schützen. Mit Martin Luther kann man dazu sagen: der Friede ist nie zu teuer erkauft!

Eine gemeinsame Zukunft kann nur in versöhnter Verschiedenheit gelingen, wenn es ein Mindestmaß an Gerechtigkeit und Solidarität gibt. Jedoch ohne die gemeinsamen Werte, die auf der Würde und Freiheit des Einzelnen beruhen, fehlt das gemeinsame Fundament. Das gilt ausdrücklich auch für die Menschen, die vor Unterdrückung, Bürgerkrieg und Hunger flüchten, ganz gleich welcher Religion oder Hautfarbe sie sind.

Ich meine, die Idee von einem geeinten Europa hätte etwas mehr Begeisterung verdient. Glücklicherweise zeigen sonntags um 14 Uhr auch hier in Rostock Menschen die Europa-Flagge. Ich weiß, dass viele von einem Europa träumen, dass diese Welt nicht nur für uns Europäer zu einem besseren Ort macht. Selbstverständlich ist leider nichts, möge Gott das geeinte Europa beschützen!

Info: Marcus Antonioli ist Pastor der Evangelisch-Lutherischen Heiligen-Geist-Gemeinde Rostock

OZ

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