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Rostock Fünf Kinder von Rettungsschwimmern gerettet
Mecklenburg Rostock Fünf Kinder von Rettungsschwimmern gerettet
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19:42 19.07.2018
Rettungsschwimmer haben an der Ostseeküste vor Graal-Müritz (Landkreis Rostock) am Mittwoch fünf Kinder gerettet. (Symbolfoto) Quelle: Frank Söllner
Graal-Müritz

Rettungsschwimmer haben an der Ostseeküste vor Graal-Müritz (Landkreis Rostock) am Mittwoch fünf Kinder gerettet. Wie die Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte, gerieten vier Kinder auf den Buhnen in Lebensgefahr. Später wurde ein weiteres Kind von der Strömung erfasst und ins tiefe Wasser gezogen. Der Junge konnte schlecht schwimmen und schrie laut um Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt herrschte starker ablandiger Wind.

Zwölfjähriger am Schönberger Strand gerettet

Am gleichen Tag unterschätzte laut DLRG ein zwölfjähriger Junge am Schönberger Strand die Brandung und geriet durch eine starke Unterströmung in Lebensgefahr. Als der Junge um Hilfe rief, seien ihm ein Bekannter und sein Vater zu Hilfe geeilt und der Vater dabei ebenfalls in Lebensgefahr geraten. „Zwei Rettungsschwimmer der DLRG brachten die erschöpften Nichtschwimmer an Land“, teilte die DLRG mit.

Windsurfer in Ückeritz gerettet

Um 15.16 Uhr mussten die Rettungsschwimmer in Ückeritz eingreifen und einen Windsurfer retten. Sie hatten den Mann auf der Ostsee bei schwerem Seegang entdeckt, der aus eigener Kraft nicht mehr sein Segel aufrichten konnte und hilflos auf der Ostsee trieb. Bei Wind der Stärke 5 und bis zu einem Meter hohen Wellen trieb der Surfer weiter auf’s offene Meer. Eine Besatzung eines Motorrettungsboot eilte daraufhin zu dem sichtlich erschöpften älteren Mann und nahm diesen an Bord. Er konnte sicher zurück an den Strand gebracht werden.

Zwei Kinder am Mittwoch in Prerow gerettet

Am Mittwochnachmittag mussten laut NDR zwei Kinder in Prerow auf dem Darß aus einer lebensgefährlichen Situation gerettet werden. Die Kinder waren bei stark ablandigem Wind mit SUP-Boards etwa 180 Meter außerhalb der Badezone abgetrieben und in Panik geraten. Besatzung eines Motorrettungsbootes der DLRG in Prerow habe die beiden Kinder retten und unversehrt ihren Eltern am Strand übergeben können.

Tipps und Warnungen der Retter

Auch das kommende Wochenende verspricht bei sommerlichen Temperaturen viel Arbeit für die ehrenamtlichen Lebensretter der DLRG. Leichtsinn, Übermut, schlechte Schwimmfähigkeit, Selbstüberschätzung und Unkenntnis über mögliche Gefahren sowie Alkohol sind die häufigsten Ursachen. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass Eltern oder Erziehungsberechtigte den Nachwuchs aus den Augen verlieren. Damit die schöne Zeit des Jahres am und im Wasser kein böses Ende nimmt, sollten Eltern, Schwimmer und Badeurlauber folgende Hinweise beachten:

- Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen und die Warnhinweise beachten

- Eltern sollten kleine Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen und immer in Griffweite bleiben

- Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden

- Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen; nicht übermütig werden

- Unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Erkundigen Sie sich vor dem Bad bei einheimischen Fachleuten über besondere Gefahren und die örtlichen Notrufmöglichkeiten

- Im Frühsommer sind die Gewässer in der Regel noch kalt. Dies gilt insbesondere für tiefe Baggerseen. Das Bad kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden

- Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden nach sich ziehen

- Verlassen Sie bei Gewitter das Wasser sofort. Es besteht Lebensgefahr

- Das Bad in Flüssen ist besonders gefährlich. Strömungen, Brückenpfeiler, Sogwirkungen, Unterwasserhindernisse, und Fahrrinnen mit Freizeit- und Berufsschifffahrt bilden unkalkulierbare Risiken

- Achtung beim Badeurlaub an europäischen Meeren: Gezeiten und nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke ablandige Winde können auch gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen

- Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol und vermeiden Sie ein Bad unmittelbar nach dem Essen.

- Lassen Sie Kinder nicht unbeaufsichtigt baden.

- Auch bei stehtiefen Schwimmbecken sollten Sie Kindern die Nutzung immer nur unter Aufsicht gestatten

- Kinder sollten frühzeitig schwimmen lernen und die Baderegeln kennen

Weitere Sicherheitshinweise finden Sie auf der Internetseite: https://dlrg.de/informieren.html

dpa

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