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Rostock Rostock feiert Premiere für neuen „Polizeiruf 110“
Mecklenburg Rostock Rostock feiert Premiere für neuen „Polizeiruf 110“
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22:27 08.11.2018
Der Fernsehkrimi „Für Janina“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“ ist am Donnerstagabend im Rostocker Kino Capitol gezeigt worden. von links: Joseph Heynert (Volker Tiesler), Redakteurin Daniela Mussgiller, Drehbuchautorin Anika Wangard, Charly Hübner (Alexander Bukow), Regisseur Eoin Moore, Andreas Guenther (Anton Pöschel), Peter Trabner (Guido Wachs) und Uwe Preuss (Henning Röder). Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Am Sonntag ab 20.15 Uhr sind die Augen von Deutschlands Krimifans wieder auf Rostock gerichtet. Die ARD zeigt dann den neuesten „Polizeiruf 110“ aus der Hansestadt, produziert vom Norddeutschen Rundfunk (NDR). Dessen Intendant Lutz Marmor weiß schon jetzt, dass er nach der Ausstrahlung wieder Kritik zu hören bekommen wird: „Die Zuschauer fragen mich oft, warum wir Rostock immer so düster zeigen. Aber wir machen einen Krimi – und keine Fremdenverkehrswerbung.“ Bei der Premiere des neuen Films am Donnerstagabend im „Capitol“-Kino versprach Marmor aber eines: „Wir zeigen dieses Mal mehr Rostock – auch die schönen Seiten.“ Und er hielt Wort.

200 Gäste bei der Premiere

„Für Janina“ – so der Name des neuen Falls für das Ermittlerduo Alexander Bukow (gespielt von Charly Hübner) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau) – hat ein düsteres Thema. Die Vergewaltigung und den Mord an einem jungen Mädchen kurz vor der Wende. 30 Jahre danach können die Ermittler den Täter überführen, doch verhaften dürfen sie ihn nicht. Ein Krimi ganz nach dem Geschmack von Ralph Reichel, dem stellvertretenden Intendanten des Rostocker Volkstheaters: „Von einem gut gemachten Krimi können Schauspieler und Theater-Macher viel lernen. Das wichtigste aber ist: ein Krimi muss spannend sein.“ Und das seien die Filme aus Rostock. „Unser ,Polizeiruf 110’ gehört zu den besten im deutschen Fernsehen“, so das Lob aus berufenem Munde.

Auch Tobias Blömer, Geschäftsführer von „Die Rostocker“, hat der neue Film aus der Hansestadt gefallen – weil er ganz und gar nicht blutig ist. Dabei sollte man meinen, der Chef einer Wurstfabrik sei an den Anblick von Blut gewöhnt: „Das stimmt. Aber Menschenblut kann ich gar nicht sehen.“ Ines Gröning und Franko Müller sind Krimi-Fans aus Schwerin. Ja, dass als der NDR den Schweriner „Polizeiruf 110“ eingestellt hat, sei das schon ein Hieb gewesen – „aber der Rostocker ist ein guter Ersatz. Vor allem die beiden Hauptfiguren. Die passen zusammen, entwickeln sich zusammen“, so Müller.

Ein ungeklärter Mordfall wird neu aufgerollt. Der ­Täter ­wurde damals freigesprochen. ­Bukow und König ermitteln. Bilder aus dem neuen Rostocker Polizeiruf

Kinder-Kritik für Charly Hübner

Noch vor der Aufführung musste sich Schauspieler Charly Hübner aber Kritik von IHK-Präsident und OB-Kandidat Claus Ruhe Madsen gefallen lassen: „Mein zehnjährige Tochter hat mir eine Botschaft mitgegeben: Charly Hübner soll aufhören, bei Pferderennen zu schummeln.“ Wer das nicht auf Anhieb versteht: Hübner spielt in der Reihe „Bibi & Tina“ mit. In den Kinderfilmen ist er allerdings nicht der Gute, sondern ein Böser. Ein dickes Lob hingegen bekam Hübner von einem echten Ermittler: „Er ist ein Typ“, sagt Peter Ernst, Leiter der Mordkommission im Polizeipräsidium Rostock. Den „Polizeiruf 110“ schaue er immer, so Ernst. „Aber ,Tatorte’ sind nicht meins. Die Geschichten sind mir oft viel zu wirr.“

Nach einer wahren Geschichte

Übrigens: Der Fall „Für Janina“ basiert auf einer wahren Geschichte, die sich 1981 in Hambühren bei Celle ereignet hat. Dort wurde die damals 17 Jahre alte Frederike von Möhlmann nach dem Musikunterricht vergewaltigt und ermordet. Ihr Mörder wurde vor Gericht freigesprochen. Erst später konnte die Polizei seine Schuld anhand von DNA-Spuren eindeutig beweisen. Doch weil er bereits freigesprochen worden war, durfte er nicht erneut angeklagt werden. Zu den Gästen der Premiere des „Polizeiruf 110“ zählt auch Frederikes Vater Hans.

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Andreas Meyer

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