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14:44 01.02.2018
Die Heinrich-Schütz-Schule im Komponistenviertel Quelle: Foto: Ove Arscholl
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Reutershagen

Die nach einem deutschen Komponisten benannte Schule könnte sich zwischen Händel- und Beethovenstraße nicht besser einfügen. Das auffällige, weiße Gebäude liegt im Herzen des Komponistenviertels der Hansestadt. Seit 2004 ist die offene Ganztagsschule auch „Eliteschule des Sports“. Drei Jahre später kam das Prädikat „Eliteschule des Deutschen Fußball-Bundes“ hinzu.

Die Bildungsstätte setzt auf praktisches Bewerbungs- training im Unterricht und Sportförderung

Freizeitangebot: Sport und Musik

Das Ganztagsangebot ist sportlich, musikalisch, medial und künstlerisch. Besonders die Schülerband ist eine beliebte Anlaufstelle für die Schüler. Aber auch Näh- und Keramikkurse sowie die AG Homepage gestalten die Freizeit mit. Die vom Schulverein betriebene Caféteria bringt haus- und betriebswirtschaftliche Herausforderungen mit sich, die die Schüler allein bewältigen.

Ausstattung: Renovierung

Der große Schulkompex an der Heinrich-Schütz-Straße bietet innen und auf dem Schulhof viel Platz. Im Rahmen der Renovierungsarbeiten im nächsten Schuljahr sollen Bibliothek, Werkstatt und Küche erneuert werden. Besonders die technische Ausstattung der Klassenräume sei ein zentrales Anliegen. Internet, Beamer und Laptop soll es dann in jedem Klassenzimmer geben.

Förderangebot: Berufsbildung

Berufliche Orientierung wird großgeschrieben. Zu den Betriebspraktika wird auch theoretisches Wissen zu Bewerbungsverfahren vermittelt. Dabei lernen die Schüler, wie sie einen Lebenslauf und Motivationsschreiben gestalten. Für sportliche Frühtrainings werden im Stundenplan Freiräume geschaffen. Methoden zum selbstständigen Lernen fördern die Entwicklung.

OZ-Schulnavigator, Teil 3: Die Heinrich-Schütz-Schule

Warme Speisen und die Auswahl verschiedener Gerichte gehören zum Standard der Schule. In den Mahlzeiten inbegriffen sind vegetarische und für Allergiker geeignete Gerichte. Eltern und Schüler gestalten das Speisenangebot mit. In der Caféteria gibt es Nutella-Brötchen, Hotdogs und Tütensuppen. Jeden Freitag ist die selbstgebackene Pizza ein Highlight für die Schüler.

Lehrer: Beratung für alle

Weiterbildungen und gegenseitiges Feedback sind obligatorisch für die 33 hauptbeschäftigten Lehrer der Heinrich-Schütz-Schule. Für ein vertrauliches Lehrer-Schüler-Verhältnis sorgen Verbindungslehrer. Eine Fachkraft für die Beratung von Schülern, Eltern und Lehrern ist jederzeit erreichbar. Schulsozialarbeit und Integrationshilfe gehören ebenfalls zum Beratungsangebot.

Zahlen & Fakten

444 Schüler besuchen die 20 Klassen der Heinrich- Schütz-Schule. Ihren Betrieb hat sie 1953 unter dem Namen Karl-Marx-Schule aufgenommen.

16 Ganztagsangebote helfen den Schülern, ihre Freizeit an der Schule zu gestalten.

Die Philosophie der Heinrich-Schütz-Schule stellt die Förderung sozialer Fähigkeiten in den Vordergrund. Verschiedene Methodentrainings haben das Ziel, die individuelle Persönlichkeitsbildung voranzutreiben. „Unsere Schule ist nicht mit einer klassischen Sportlerschule zu verwechseln“, sagt Schulleiter Torsten Baumert. Eine Leistungssportklasse pro Jahrgang werde in ihrer Ausrichtung unterstützt, Frühtraining in den Stundenplan eingebunden und für entsprechenden Ausgleich gesorgt. „Das macht uns zu einer sportfördernden Schule“, erklärt die Leistungssportkoordinatorin Annette Schmied. Gleichzeitig entlaste die Heinrich-Schütz-Schule die Christophorusschule (CJD), mit der sie kooperiert, indem sportlich ambitionierte Schüler aus der Sekundarstufe I aufgenommen und zur mittleren Reife geführt werden.

Im Ganztagsangebot der Schule stehen Schwimmen und Basketball neben Nähen, Gitarre und Hauswirtschaft auf dem Programm. „Die schülerbezogenen Projekte sind vielseitig und auf eigenständiges Arbeiten ausgerichtet“, sagt Susanne Götze, Fachlehrerin für Mathematik und Chemie.

Methoden zum selbstständigen Lernen sind wesentlicher Bestandteil der Wissensvermittlung und praxisorientierten Förderung. „Berufsorientierung ist ein großes Thema. Wir haben erfolgreich einen Praxislerntag in den Schulbetrieb integriert“, erzählt Schulleiter Baumert. Während des ganzen Schuljahres besuchen die Schüler der achten Klasse jeden Donnerstag einen Betrieb ihrer Wahl. Den letzten Feinschliff bekommt die berufliche Frühorientierung mit Anleitungen zum richtigen Bewerben.

Die Projektarbeit spielt an der Schule eine ebenso große Rolle: „Unsere Schülerband hat sieben Mitglieder. Wir üben zwei Stunden in der Woche und haben viele populäre Stücke im Repertoire“, sagt Musiklehrerin Ruth Möller. Schülerin Amy Zeidler (12): „Ich möchte auch einmal in die Schülerband.“ Dazu besucht sie schon mal die Gitarrenstunden. Seit neuestem begleite die Band sogar die feierliche Zeugnisausgabe. „Das ist Gänsehaut pur. Die Schüler gehen darin auf, man sieht sie gleich mit anderen Augen“, erzählt Schmied. Projekte wie die „AG Homepage“, „English in action“ oder „Fit durch den Tag“ zeigen die thematische Bandbreite des Ganztagsangebots der Reutershäger Schule.

Die Mittagsverpflegung besteht aus angelieferten heißen Speisen, die sich erst nach drei Wochen wiederholen. Bei der Zusammenstellung von vier Gerichten wird auf Allergiker und Vegetarier Rücksicht genommen. Eltern und Schüler haben Mitspracherecht. „Den Salat haben die Schüler abgewählt, sonst hätten wir sogar noch eine Salattheke“, so Susanne Götze. In der Caféteria werden die Schüler bei Hotdogs und Nutella-Brötchen fündig. „Hier sind die selbst gebackene Pizza am Freitag und frisch aufgebackene Brötchen die Renner“, sagt Baumert.

2009 gestaltete die Schule ihren Schulhof neu. Nun sind die Innenräume dran. Die Klassenzimmer sollen im kommenden Schuljahr technisch aufgerüstet werden. So lange wird der Unterricht in die Südstadt verlegt. Nur ein Jahr soll der Umbau dauern. Denn: An der Heinrich-Schütz-Schule fühlen sich Lehrer und Schüler sehr wohl. „Das gute Schulklima soll wegweisend für die Zukunft sein“, so der Schulleiter.

Kontakt: Heinrich-Schütz-Straße 10a,

☎ 0381 / 83910, E-Mail: schulleiter-schuetz@t-online.de. Infos: www.schuetz-schule-rostock.com

Lea-Marie Kenzler

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