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Rostock Fusion? Straßenbahn soll bis ins Umland fahren
Mecklenburg Rostock Fusion? Straßenbahn soll bis ins Umland fahren
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20:59 22.12.2017
Bus aus dem Landkreis, Straßenbahn aus Rostock: Läuten zwischen den großen Nahverkehrsbetrieben RSAG und Rebus bald die Hochzeitsglocken? Das jedenfalls fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Stein. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock/Güstrow/Bad Doberan

Mit gemeinsamen Millionen-Investitionen in neue Bahn-Linien und einer Fusion ihrer Bus-Unternehmen sollen die Hansestadt und der Landkreis die Verkehrsprobleme Rostocks lösen. Das fordert der Bundestagsabgeordnete Peter Stein (CDU). Er ist zugleich Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Güstrower Kreistag und macht eine Stadtbahn wieder zum Thema: „Die Region wächst, die Zahl der Pendler wird sogar noch steigen.“ Um die Straßen zu entlasten, müsse der Nahverkehr attraktiver werden: „Eine Stadtbahn würde – zum Beispiel – von Güstrow bis zum Doberaner Platz fahren. Die Menschen müssten nicht x-Mal umsteigen.“

Verkehrsbetriebe machen sich Konkurrenz

Genau deshalb mache auch eine Fusion der Rostocker Straßenbahn AG mit der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft Rebus: „Wenn wir alle wollen, dass diese Pendler auf Busse und Bahnen umsteigen, dann müssen wir einen Nahverkehr aus einer Hand anbieten.“ Bisher sei das Thema jedoch von einer Art „Kirchturmdenken“ geprägt: „Das fängt“, so Stein, „damit an, dass Rebus innerhalb Rostocks nur bestimmte Haltestellen anfahren darf. Die Pendler müssen umsteigen, das macht die Linien unattraktiv.“

OB lehnt Pläne ab, RSAG plant Streckenausbau

Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) erteilt dem Vorschlag, erneut eine Stadtbahn zu prüfen, eine Abfuhr: Die Stadtbahn würden 200 Millionen Euro kosten. Wenn, dann gehe das nur, wenn sich der Landkreis beteiligt - mit mindestens rund 70 Millionen Euro.

Bei der Rostocker Straßenbahn AG kommen die Vorschläge des Bundestagsabgeordneten Stein hingegen gut an: Auch RSAG-Vorstand Jan Bleis will das Streckennetz in den kommenden Jahren ausbauen. „Das Wachstum Rostocks und der Region machen neue Überlegungen für den Stadt-Umland-Verkehr erforderlich“, so Bleis. Eine Stadtbahn könnte da perspektivisch wieder eine entscheidende Rolle spielen: „Städte vergleichbarer Größe – Kassel oder Chemnitz zum Beispiel – haben damit positive Erfahrungen gemacht.“ Und: Auch neue, reine Straßenbahnlinien seien Thema: „Wir werden prüfen, welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind und werden demnächst entsprechende Vorschläge unterbreiten.“

Andreas Meyer

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