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Gartenstadt: Schüler bekommen mehr Platz an Bushaltestelle

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Senator lässt neues Schulwegkonzept erarbeiten / Kommen 3-D-Zebrastreifen?

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Auf diesem Bild geht es noch: An der Bushaltestelle „Sternwarte“ stehen die CJD-Schüler nach Unterrichtsende dicht gedrängt.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Gartenstadt. Die Schüler der CJD Christophorusschule Rostock sollen künftig sicherer zum Unterricht und wieder nach Hause kommen. Wie Rostocks Bausenator Holger Matthäus (Grüne) auf OZ-Anfrage mitteilt, ist eine Erweiterung der Plattformen an den Bushaltestellen „Sternwarte“ geplant. Hier drängeln sich in Spitzenzeiten viele Schüler auf extrem engem Raum, heißt es. Auch sollen künftig alle Autos durch Rot an der Ampel gestoppt werden, sobald ein Bus hält. „So wollen wir gefährliche Überholmanöver verhindern. Die Schüler sollen während der Haltezeit des Busses frei von einer Straßenseite auf die andere wechseln können“, sagt Matthäus. Auch seien optische Signalgeber an der Straße geplant, die Autofahrer auf den Schülerverkehr hinweisen.

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Senator lässt neues Schulwegkonzept erarbeiten / Kommen 3-D-Zebrastreifen?

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1991 gegründet

1118 Schüler zählt die CJD Christophorusschule Rostock. Rund 150 Lehrkräfte und Mitarbeiter sind hier tätig. Die Christophorusschule ging 1991 aus der ehemaligen Kinder- und Jugendsportschule (KJS) und der Spezialschule mathematisch, naturwissenschaftlich, technischer Richtung hervor.

Die Neuerungen sind das Ergebnis einer Begehung mit Schulleitung und Elternrat, so Matthäus. „Es hat sich hier gezeigt, dass der Verkehrsraum vor der Schule in Spitzenzeiten extrem gefährlich ist und ein Sicherheitskonzept erforderlich ist“, sagt der Senator. Er spricht von einem Pilotprojekt. Geprüft werden soll auch die Errichtung einer sogenannten Countdown-Ampel. „Die Ampelschaltungen sind auf minimale Wartezeiten für die Schüler zu optimieren“, sagt Matthäus. Wie das Konzept am Ende genau aussehen wird, will die Stadt Ende April mitteilen. Das nötige Geld zur Finanzierung des Vorhabens sei da: „Im Haushalt sind für solche Zwecke 200000 Euro im Jahr reserviert, so der Senator.

Vor allem nach Schulschluss zwischen 13 und 16 Uhr ist der Andrang an der Bushaltestelle riesig, berichtet Joachim Hesse, stellvertretender Leiter des Gymnasiums. „600 bis 700 Schüler sind dann hier unterwegs.“ Und anders als morgens werde nur ein Teil der Kinder von den Eltern abgeholt. „Die Situation an den Bushaltestellen ist potenziell gefährlich, weil die Fläche hier für die Masse der Schüler nicht ausreicht“, so Hesse. Das gelte vor allem für die Haltestelle auf der Straßenseite der Sternwarte.

Im Ortsbeirat Gartenstadt ist das Thema am Donnerstag ebenfalls diskutiert worden. Hier machte ein Mitglied darauf aufmerksam, dass die Schüler auch bis zur Haltestelle Groß Schwaßer Weg gehen könnten. Dort sei genug Platz – und so sei es ursprünglich auch gedacht gewesen. Hesse hält das jedoch für realitätsfern. „Oder wir müssten die Bushaltestelle an der Sternwarte schließen. Aber das ist nicht vermittelbar“, betont er.

Der Ortsbeirat hat sich zudem für die Einführung eines 3-D-Zebrastreifens ausgesprochen. „Zuletzt haben sich Beschwerden gehäuft, dass einige Fahrer am jetzigen Zebrastreifen nicht anhalten, sondern einfach rüberbrettern“, sagt Ortsbeiratschef Armin Zimmermann (Linke). Der Elternrat hat daher die Idee mit den dreidimensionalen Zebrastreifen eingebracht.

Durch eine spezielle Zeichentechnik werden die Streifen hier so auf die Straße gemalt, dass es beim Heranfahren aussieht, als würden sie wie weiße Holzbalken in der Luft schweben. Der 3-D-Zebrastreifen fällt den Autofahrern somit sofort ins Auge. Sie bremsen, und Fußgänger können sicher über die Straße gehen, so der Grundgedanke.

„Das ist ein innovativer Ansatz. Wir könnten es ja mal als Versuchsprojekt testen und sehen, ob es tatsächlich funktioniert“, sagt Zimmermann. Im Vergleich zu Bodenschwellen, die mit baulichem Aufwand verbunden seien, wäre das auch günstiger, so der Ortsbeiratsvorsitzende.

Senator Matthäus lässt die Einführung der 3-D-Zebrastreifen im Zuge des Pilotprojektes prüfen. Der ADAC ist indes skeptisch: Er warnt vor Auffahrunfällen, wenn Autofahrer plötzlich vor dem vermeintlichen Hindernis abbremsen.

André Wornowski

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