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Gedenkstele für getötete Soldaten

Steffenshagen Gedenkstele für getötete Soldaten

Schüler und Lehrer erforschen Geschichte der Besatzung eines US-Bombers.

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Schüler der Nordlichtschule enthüllen vor der Steffenshäger Kirche die Granitstele, die an die getöteten US-Soldaten erinnert.

Quelle: Renate Peters

Steffenshagen. Eine Gedenkstele erinnert in Steffenshagen ab sofort an die Ereignisse vom 25. August 1944. Am dem Tag waren die Rostocker Heinkelwerke das militärische Ziel eines US-Bombers. Auf dem Rückflug wurde das Flugzeug mit elf Besatzungsmitgliedern beschossen. Der Pilot gab den Befehl, mit Fallschirmen abzuspringen. Die Soldaten konnten sich bis auf den Piloten retten. Doch drei Besatzungsmitglieder wurden im Bereich Steffenshagen ermordet.

69 Jahre danach haben Schülerinnen, Schüler und Lehrer der Nordlichtschule Rostock die Geschichte erforscht, die Namen der Opfer identifiziert. Sie sind jetzt auf einer Granitstele zu lesen, die gestern enthüllt wurde. Neben dem Piloten John W. Simon sind John B. Dzanaj, Garnett E. Saint jun. und Colin F. Barkell zu lesen. „Sie hätten als Kriegsgefangene geschützt werden müssen. Die Morde waren sinnlos“, sagte US-Generalkonsul Robert Stevens. Er würdigte die Arbeit der Schüler und Lehrer der Nordlichtschule, „die den Mut hatten, das tragische Ereignis aufzuarbeiten“. Die beiden Lehrer Lutz Müller und Steffen Fleischer erhielten stellvertretend eine Urkunde der US-Regierung überreicht.

Mit der Enthüllung der Stele, die durch den Steinmetzbetrieb von Dagmar Lubetzki aus Kröpelin gefertigt und durch die US-Botschaft und Sponsoren finanziert wurde, fand die einjährige Arbeit zur Erforschung von einer von zwei Flugzeug-Besatzungen ihren Abschluss, sagte Lutz Müller, ehrenamtliche Mitarbeiter im Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge.

 

Renate Peters

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