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Gehweg statt Flutlicht: Dierkower entscheiden sich für Sanierung

Östliche Altstadt Gehweg statt Flutlicht: Dierkower entscheiden sich für Sanierung

Nur eine Stimme fehlt für einen beleuchteten Fußballplatz.

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Stadtteilmanager Christian Hanke (l.) präsentierte den Dierkower Bürgern insgesamt sieben vorgeschlagene Projekte. Die Gehwegsanierung in der Bruno-Taut-Straße setzte sich knapp durch.

Quelle: Jens Barkhorn

Östliche Altstadt. Die Abstimmung zum Bürgerprojekt 2014 fiel äußerst knapp aus: Der Gehweg in der Dierkower Bruno-Taut-Straße soll mit einer Summe von 50 000 Euro aus dem Programm „Die Soziale Stadt“ saniert werden, 28 Stimmen erhielt das Projekt. Die Flutlichtanlage auf dem Sportplatz der Grundschule „Ostseekinder“ bekam 27 Stimmen.

Ernüchterung beim FSV Nordost Rostock, der das Flutlicht für das Bürgerprojekt vorgeschlagen hatte. „Ich war schon ein bisschen erschrocken, als ich das Ergebnis erfahren habe“, sagt Vereinssportlehrer Christian Demmin. „Umso weniger haben die Kinder nun die Möglichkeit mehrmals zu trainieren“, so Demmin weiter.

Denn der Platz für die Fußballer sei mittlerweile knapp bemessen. „Wir haben jetzt 18 Fußballgruppen und was wir im Winter an Hallenzeiten kriegen, ist zu wenig. Wenn wir mit zwei Mannschaften drin sind, sind bis zu 40 Kinder in der Halle“, sagt Demmin. Daher wollten die Kicker in den Wintermonaten nach draußen ausweichen. Doch von den drei Fußballplätzen des Vereins gibt es nur auf einem eine Flutlichtanlage. „Ich hoffe, dass wir es für das nächste Jahr noch einmal vorschlagen“, sagt Demmin.

Der Abstimmung vorausgegangen war eine Diskussion über die sieben Projekte. Darunter waren vorwiegend Gehwegsanierungen, aber eben auch die Flutlichtanlage. Anwohner befürchteten dadurch eine hohe Lärmbelästigung. „Man kommt schon im Sommer nicht zum Schlafen, weil es bis um elf laut ist. Da haben wir intakte Gehwege nötiger“, so ein älterer Mann. Ortsbeiratsvorsitzender Martin Lau (CDU) konnte die Argumente der Gegner nicht nachvollziehen: „Nur weil dann Licht da ist, wird der Krach ja nicht gleich lauter.“ Lau selbst wohnt in der Nähe zum Sportplatz. Zudem sollten seiner Meinung nach die Gelder aus dem Programm für andere Zwecke eingesetzt werden. „Die Sanierung von Gehwegen ist eigentlich eine Aufgabe der Stadt“, so der Ortsbeiratsvorsitzende.

Stadtteilmanager Christian Hanke sieht in der Abstimmung einen demokratischen Prozess: „Das Forum bietet die Möglichkeit zur Diskussion. Und es ist der Bürgerwille, der entscheidet.“

Führungen über den Neuen Friedhof
Zu Führungen über den Neuen Friedhof unter dem Motto: „Das starke Geschlecht — Bemerkenswerte Rostockerinnen“ sind Interessenten am 29. und 30. März eingeladen.
Die Autoren der Broschüre „Neuer Friedhof — Bemerkenswerte Grabstätten, Teil 2“, Antje Krause und Hans-Jürgen Mende, informieren über engagierte Frauen aus Rostock, die sich als Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen oder Schriftstellerinnen einen Namen über ihre Zeit hinaus gemacht haben. Die Führung mit Hans-Jürgen Mende beginnt am 29. März um 10 Uhr, mit Antje Krause am 30.
März um 14 Uhr. Treffpunkt ist die Satower Straße 16. Teilnahme: vier Euro.
Ostermarkt in der Nikolaikirche
Die Türen der Nikolaikirche öffnen sich für den Ostermarkt. 45 Kunsthandwerker haben ihr Kommen zugesagt und präsentieren vom 27. bis 29. März ihre Produkte. Zum farbenfrohen Angebot zählen liebevoll gravierte und original sorbisch gestaltete Ostereier, Glasprodukte, Schmuck, handgefertigte Seidenblumen und kunstvolle Holzprodukte. Keramik aller Art wird angeboten sowie selbst entworfene und genähte Bekleidung. Junge Musiker lassen am Freitag und Samstag um 15.30 Uhr ihre Instrumente erklingen. Der Ostermarkt ist am Donnerstag von 12 bis 18 Uhr und Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

 



Jens Barkhorn

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