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Gelbensande zeigt sich sozial

Gelbensande Gelbensande zeigt sich sozial

Soziale Projekte stehen in Gelbensande dieses Jahr ganz oben auf der Agenda. Wünsche der Bürger sollen berücksichtigt werden.

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Regine Staiger (60) und Dagmar Dannenberg (54) arbeiten im Heidetreff. Derzeitiges Projekt mit den Kindern: ein Vogelhäuschen bauen.

Gelbensande. Ein gutes soziales Klima in Gelbensande ist Manfred Labitzke wichtig. Deshalb haben sich der stellvertretende Bürgermeister und die Mitglieder der Gemeinde für dieses Jahr einige soziale Projekte auf die Fahne geschrieben.

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Soziale Projekte stehen in Gelbensande dieses Jahr ganz oben auf der Agenda. Wünsche der Bürger sollen berücksichtigt werden.

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Besonders am Herzen liegt ihnen das Mehrgenerationenhaus „Heidetreff“. „Deshalb haben wir uns als Gemeinde dazu entschieden, die Stellung der Leiterin deutlich zu erhöhen“, sagt Labitzke. Im Klartext heißt das: Die Stundenzahl für die Gemeindearbeit wurde von fünf auf 20 Wochenstunden im Monat erhöht. „Das ist natürlich eine Riesenerleichterung für mich“, sagt Dagmar Dannenberg.

Denn das Haus am Heidering ist beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, Gelbensander und Migranten. „Hier gehen täglich um die 50 Menschen ein und aus“, sagt die Sozialarbeiterin. Ob Line Dance oder Chor, Keramik oder Nähen, Hausaufgabenhilfe oder Sprachkurs – der Treff öffnet jeden Tag seine Türen – denn der Bedarf ist da. Deshalb wird jetzt noch Unterstützung gesucht: „Wir brauchen für unsere Jugendsozialarbeit noch Verstärkung für 25 Stunden“, sagt Dannenberg.

Außerdem sollen 6000 Euro in einen barrierefreien Eingang investiert werden. „Die Türen sollen sich durch Tastendruck allein öffnen“, sagt Labitzke. In einem etwa 30 Quadratmeter großen Blockbohlenhaus soll ab dem Frühjahr eine Fahrradwerkstatt entstehen. „Mit dem Projekt wollen wir Männer mehr miteinbeziehen“, sagt Labitzke.

Die Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr in Gelbensande soll ebenfalls intensiviert werden. Damit das geplante Ferienlager diesen Sommer stattfinden kann, kauft die Gemeinde nach 20 Jahren ein neues Zelt für den Nachwuchs.

Eine jüngste Einwohnerversammlung, bei der sich um die 60 Mieter der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Gelbensande getroffen haben, ergab, dass sich die Menschen hier vor allem zwei Veränderungen wünschen: mehr Parkplätze und eine Umgestaltung der Grünflächen zwischen den Wohnblöcken.

„Die Parkplatzsituation ist ein echtes Problem, das haben wir uns ernsthaft auf die Fahnen geschrieben“, verspricht Labitzke. Im Bauausschuss soll nun ein Konzept erarbeitet werden. Mit einer Umsetzung kann aber frühestens nächstes Jahr gerechnet werden.

Mit einer Gartenbaumeisterin ist Labitzke bereits durchs Wohngebiet gegangen, um Ideen und Anregungen zu sammeln: „Wir wollen das Wohnumfeld aufwerten und auch insektenfreundlicher machen.“

Zur Verschönerung soll außerdem die Sanierung der Außenwände im Heidering beitragen. Die 22 Jahre alte vermooste Dämmung soll durch eine neue ersetzt werden. Zudem werden die alten Haustüren und Briefkästen ausgetauscht. „Außerdem hat eine Begehung der Häuser ergeben, dass wir dringend etwas für den Brandschutz tun müssen“, sagt Labitzke. Gemeint ist damit, dass zukünftig die Hausordnung durchgesetzt wird und Schuhe und andere Gegenstände im Hausflur und vor Kellereingängen von den Mietern geräumt werden müssen.

Gelbensande

1675 erste Erwähnung des Ortes Gelbensande

1885 wurde das Jagdschloss Gelbensande gebaut

1919 gab es den ersten Kaufmannsladen im Ort

1925 wurde die erste Kirche im Backsteinstil eingeweiht

1962 diente Gelbensande als Filmkulisse für den Film „Das verhexte Fischerdorf“.

1980 wohnen in der Gemeinde Gelbensande 768 Menschen. Durch den neu geschaffenen Wohnraum waren es 1985 bereits 2416.

Stefanie Adomeit

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