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Gemeinde prüft Kosten für Straße

POPPENDORF Gemeinde prüft Kosten für Straße

Reparatur oder Neubau der Werkstraße zum Düngemittelwerk in Poppendorf? Diese Frage stellte sich den Gemeindevertretern am Donnerstag in ihrer Sitzung in der Alten Kindertagesstätte in Vogtshagen.

Poppendorf. Die Kommunalpolitiker entschieden sich zunächst dafür, das Projekt mit Vorsicht anzugehen — und nun erst einmal untersuchen zu lassen, welche Arbeiten notwendig sind, um die Straße für die schweren Lastwagen wieder befahrbar zu machen.

„Die Straße ist in einem entsetzlichen Zustand“, schilderte Bürgermeister Andreas Knorr den Gemeindevertretern die Situation. Zum Teil sei sie zerfahren und zerbrösele in weiten Teilen. Die Firma Yara habe sich schon bei ihm beschwert.

Die Hoffnung darauf, dass die Sanierung der Strecke zum Düngemittelwerk im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens gefördert werden könnte, habe sich zerschlagen. „Ich bin dafür, dass wir hier die Planungen für die Straße anschieben“, sagte Knorr. Zudem müsse es schnell gehen, „das Werk hat nur diese eine Zufahrt“.

„Dass etwas getan werden muss, ist klar“, sagte Volker Schenzle, „das Düngemittelwerk ist unser bester Gewerbesteuerzahler.“ Dennoch warnte der Kommunalpolitiker davor, „vorschnell Planungsleistungen in Auftrag zu geben“. Er gab auch zu bedenken, „dass wir bei einem Ausbau auch eine Straßenausbau-Beitragssatzung erlassen müssen“. Dem widersprach Knorr: „Die Straße liegt außerhalb der Ortslage, deswegen ist das kein Problem.“

Schenzle allerdings sah noch andere Probleme: „Bauen wir die Straße, werden auch die Träger öffentlicher Belange gefragt werden.“ Und dann sei abzusehen, dass man auch den Durchlass für den Mühlenbach im Bereich der Werkstraße vermutlich erneuern müsse. Vielleicht könnten auch Fördermittel für den Bau von einer ganz anderen Stelle kommen, zum Beispiel vom Wirtschaftsministerium, sagte der Poppendorfer.

Bodo Prestin warf ein, dass mit einem vergrößerten Durchlass auch mehr Wasser in die Ortslage von Poppendorf gelange. Auch das müsse berücksichtigt werden.

Knorr befand angesichts der Diskussion: „Wir sind schon wieder alle Bauingenieure am Tisch. Fakt ist aber, dass wir uns um die Straße kümmern müssen.“ Ralf Kurths meinte: „Wir reden hier über eine Summe von 750 000 Euro, ohne die Kosten für den Durchlass, da ist es schon wichtig zu klären, ob das ein Neubau oder nur eine Reparatur wird.“

Michael Schißler

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