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Gemeindevertreter kritisieren Lärm-Demo

Bargeshagen Gemeindevertreter kritisieren Lärm-Demo

Jährlich wird die Bundesstraße 105 am „Tag des Lärms“ für eine Demonstration gesperrt und in eine Spielstraße verwandelt. Mitglieder der Gemeinde Bargeshagen verurteilen das. Eine der Initiatoren der Aktion findet diese Kritik jedoch lächerlich.

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Alba, Belana, Mia und Isabella (v.l. im Vordergrund) freuten sich,  am „Tag des Lärms“ auf der Bundesstraße 105 in Bargeshagen skaten zu können. Doch Gemeindevertreter befürchten, dass diese Aktion ein gefährliches Zeichen für Kinder und Jugendliche darstellt.

Quelle: Sass, Katarina

Bargeshagen. Im Sekundentakt rauschen Autos an den Häusern in Bargeshagen vorbei. Anwohner klagen über Lärm, Schmutz und die anhaltende Gefahr für ihre Kinder. Vor gut drei Jahren hat die Gemeindevertretung entschieden, dass es keine Umgehungsstraße für Bargeshagen geben soll. Die Straße wurde nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Bis 2030 gibt es für die Anwohner keine Chance auf Entlastung. Das wollen einige Einwohner nicht einfach so hinnehmen. Sie gründeten die Initiative „Interessengemeinschaft Verkehrsproblem Bargeshagen“. Ein Mal im Jahr veranstalten sie zum „Tag des Lärms“, dass die Bundesstraße 105 in eine Spielstraße verwandelt.

„Jeder hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern“, sagt Eduardo Catalan (FDP), Bürgermeister der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen. Doch eines stört den Kommunalpolitiker: „Dass jährlich Kinder instrumentalisiert werden, kann ich absolut nicht nachvollziehen“, sagt der Bürgermeister bestimmt. „Ein Kind erkennt nicht, dass es heute auf der Straße spielen kann und morgen wieder nicht“, sagt Catalan besorgt. Auch die „Kinderbeauftragte“ Christina Hopfmann empört diese Aktion jedes Jahr aufs Neue. „Seit Jahren predigen wir den Kindern, dass sie nichts auf der Straße zu suchen haben“, erzählt die Bargeshägerin. Sie wolle erreichen, dass so ein Tag nicht mehr organisiert werde.

Anke Symanzik, Sprecherin der Interessensgemeinschaft, kann diese Kritik nicht nachvollziehen. „Nach dieser Logik dürfte es für Kinder auch keine Radtouren geben und keine Demo in Berlin. Überall werden Straßen für solche Zwecke gesperrt“, erzählt die 35-jährige Polizeibeamtin. Wenn die Autos auf der B 105 fahren, würde kein Kind auf die Idee kommen, dort zu spielen. Sie kündigt jetzt schon an: „Es wird auch im kommenden Jahr wieder die Demo geben.“

Johanna Hegermann

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