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Rostock Gemütlicher Feierabend im Haus „Greif“
Mecklenburg Rostock Gemütlicher Feierabend im Haus „Greif“
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00:27 05.05.2018
Christin Tesche (35) bewirtschaftet das Haus „Greif“ und sorgt dafür, dass sich die Gäste wohl fühlen. Quelle: Fotos: Doris Deutsch, Christin Tesche

„So wünscht sich ein Monteur seine Unterkunft“, sagt Marcel Targsdorf. „Die Wohnungen sind sehr schön hergerichtet, haben schon Hotelcharakter“, stimmt ihm sein Kollege Jörg Wollenberg zu. Die Männer der Firma Kohl Gebäudetechnik aus Salzwedel zählen zu den ersten Gästen im „Haus Greif“ in Willershagen. Sie sind noch bis September am Norma-Logistikzentrum Dummerstorf beschäftigt und solange werden sie auch in der erst Mitte April eröffneten Monteursunterkunft wohnen. „Wir fühlen uns hier total wohl“, erzählt Wollenberg.

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Altes Fachwerkhaus in Willershagen zur schmucken Monteurs-Unterkunft ausgebaut

Mit sehr viel Liebe haben Christian und Christin Tesche den alten Kornspeicher des ehemaligen Gutes Willershagen saniert. Das Paar wohnt gleich nebenan, hat auf dem ehemaligen Gutsgelände aus dem Stall- und Werkstattgebäude ein beeindruckendes gemütliches Zuhause für die fünfköpfige Familie geschaffen. Der Speicher war nach 1945 Wohnhaus, zuletzt das Heim einer Großfamilie. „Die Räume waren sehr verwinkelt, abgewohnt“, erinnert sich Christin Tesche. Das Haus wurde entkernt, umgebaut, isoliert. „Alles möglichst mit alten Materialien“, sagt die 35-Jährige. Darauf lege ihr Mann, Elektroinstallateur von Beruf und mit „goldenen Händen“ ausgestattet, großen Wert. Auf dem Grundstück künden Fische und andere Skulpturen aus Stahl, Holz und Stein vom künstlerischen Geschick des 42-Jährigen. Die handwerkliche Begabung ist möglicherweise geerbt, zumindest abgeschaut vom Opa, der eine Tischlerei besaß.

Im Haus sind denn auch überall die Spuren des kreativen Handwerkers erkennbar. Ob im historisch hergerichteten Keller aus Feldsteinen und alten Klinkern, der für Feiern gemietet werden kann, an der selbstgebauten Garderobe oder den Treppengeländern an den Eingängen, die Christian Tesche aus Stahlstreifen alter Wagenräder gefertigt hat. Der rostige „Greif“ an der Hauswand soll an die Zeit erinnern, als das Gut Willershagen noch Nahrungsmittellieferant für die Hansestadt Rostock war. „Dies ist eine sehr alte Variante des Rostocker Greifs, die wir verwendet haben“, sagt Christin Tesche.

Die ehemalige Krankenschwester hat die Ausstattung der acht Monteurszimmer mit Gemeinschaftsküchen und Bädern und der beiden Ferienwohnungen übernommen. Hell, freundlich, sauber, funktional, aber gemütlich – das sei ihr wichtig, betont Christin Tesche, die Wirtin im Haus „Greif“. „Die Monteure sollen sich hier heimisch fühlen.“

Und das tun sie offensichtlich. „Wir haben schon angegrillt auf der Terrasse“, schwärmen die Gebäudetechniker aus Salzwedel. Sie genießen den Feierabend mit Blick auf die grünen Weiden, wo Schafe grasen und Kuh Berta vorbeispaziert. Die Inhaber freut es. „Es war schwer vorauszusehen, wie es läuft, deshalb haben wir die Ferienwohnungen mit eingebaut“, sagt Christin Tesche. Doch es läuft, das Haus „Greif“ ist schon jetzt sehr gut gebucht.

Doris Deutsch

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