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Rostock „Georg Büchner“ wird erst am Dienstag abgeschleppt
Mecklenburg Rostock „Georg Büchner“ wird erst am Dienstag abgeschleppt
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23:38 10.06.2013
Am Montagmorgen trat die „Georg Büchner“ ihre wohl letzte Reise an. Quelle: Olaf Altermann
Rostock

Mit Schweißarbeiten und der Ankunft der Schlepper haben am Montagmorgen die Arbeiten für den Abtransport des traditionsreichen Rostocker Schiffes „Georg Büchner“ im Stadthafen begonnen. Allerdings ist nicht mehr damit zu rechnen, dass die Büchner noch am selben Tag abgeschleppt wird. Nach Angaben von Hafenkapitän Gisbert Ruhnke soll das Schiff erst am Dienstag um 7.30 Uhr endgültig ablegen. Dann soll die „Büchner“ ihre Reise in Richtung Hochofen antreten. Zunächst geht die Tour ins litauische Klaipeda.

Grund für die Verschiebung des Termins ist, dass nur eine Genehmigung für das Schleppen am Tag vorliegt. Die Vorbereitungen hatten am Montag aber so lange gedauert, dass das Schiff vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr bewegt werden konnten.

Ziel der „Büchner“sei jedoch keine Abwrackwerft – sondern ein Liegeplatz im Hafen, wie der Hafenkapitän versicherte. Wo genau der Käufer das Schiff zerlegen lassen will, darüber gibt es nur Spekulationen: Die „Büchner“ könnte in Litauen umgeflaggt und dann nach Indien zur Verschrottung geschleppt werden, wird vermutet.

Bis zuletzt hatte es Proteste für den Verbleib des Schiffes in Rostock gegeben. Zuletzt versammelten sich am Sonntagabend etwa 300 Menschen im Hafen, um Abschied von der„Büchner“zu nehmen.

Seit 1967 fuhr das in Belgien gebaute Schiff für die Deutsche Seereederei Rostock als Ausbildungsschiff. Im Zuge der Iga wurde das Schiff umgebaut, seit 2003 lag es als Hotel im Stadthafen.

OZ

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