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Rostock Geschafft! TSV Rostock Süd steigt in die Regionalliga auf
Mecklenburg Rostock Geschafft! TSV Rostock Süd steigt in die Regionalliga auf
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00:15 18.04.2018
Glückliche Oberliga-Meister und Regionalliga-Aufsteiger: die Spieler des TSV Rostock Süd FOTOS (3): RAJKO GRAWERT
Rostock

Es ist vollbracht: Tischtennis-Oberligist TSV Rostock Süd hat sich zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte die Meisterschaft gesichert und steigt damit erstmals in die Regionalliga auf, die vierthöchste Spielklasse in Deutschland. Dorthin waren die Ostseestädter bereits in der Saison 1991/92 eingeteilt worden, allerdings direkt abgestiegen. Dass das bereits einen Tag früher gelang als erhofft, war auch der Schützenhilfe der FT Eiche Kiel zu verdanken. Die Fördestädter besiegten Rostocks ärgsten Verfolger SV Siek II am Sonnabend zu Hause mit 9:4.

Kurz zuvor hatten die Rostocker ihr Heimspiel gegen Hertha BSC III glatt mit 9:1 gewonnen.

Als die frohe Kunde aus Kiel kam, „gab’s kein Halten mehr“, freute sich Mathias Wähner mit seinem Team über den Titelgewinn. „Ich drehe durch“, platzte es aus Sven Stürmer heraus. Die Titel- und Aufstiegspremiere eines MV- Teams sei „ein Wahnsinnserfolg, vielleicht für immer“, meinte der mehrfache Landesmeister, um dann umgehend das nächste Jubellied anzustimmen. „Das ist für mich der größte Mannschafterfolg – ich bin superstolz auf die Truppe“, sagte TSV-Kapitän Wähner.

Rostocks Spitzenspieler Tomasz Rakowski wurde sogar leicht wehmütig: „Schade, dass Peter das nicht miterleben konnte.“ Peter Kuchling, mehr als 40 Jahre lang der Abteilungsleiter beim TSV Süd, war im vergangenen Jahr verstorben. Kuchlings Nachfolger Ulrich Creuznacher stimmte dem Polen zu und drückte alle Spieler. „Ihr seid verrückt!“, sagte er zu seinem Team, das Hertha III nicht den Hauch einer Chance ließ.

„Es lief wie am Schnürchen“, meinte TSV-Spieler Chris Rehberg, der mit seinem 3:0 gegen Nam Hoang Thai, einen der Stärksten im Unteren Paarkreuz der Rückrunde, die letzten Hoffnungen der Hauptstädter begrub. Til Puhlmann und Tomasz Rakowski machten den 9:1-Sieg perfekt. Schon da rollte die Glückwunsch-Welle an, und nachdem Sieks Niederlage feststand, lief der FacebookAccount des TSV Rostock Süd völlig heiß. „Von überall kamen die Glückwünsche eingeflogen. Auch kein Handy stand mehr still“, erzählte Sven Stürmer und war baff.

Dass der TSV Süd am Sonntag im letzten Saisonspiel gegen Hertha II mit 7:9 verlor, fiel gar nicht mehr ins Gewicht. Gut erholt von den Feierlichkeiten des Vortags starteten die Gastgeber stark in die Partie, gingen mit 2:1, 3:2 und 4:3 in Führung. Es folgten fünf Fünfsatzspiele, von denen die Hausherren nur eins gewannen und sich mit 5:8 im Hintertreffen sahen. Rehberg und Puhlmann verkürzten auf 7:8, doch Rakowski/Stürmer unterlagen im Entscheidungsdoppel mit 2:3. Doch das war am Ende egal.

Das Siegergrinsen war schnell wieder da und „wird noch eine ganze Weile bleiben“, ist Til Puhlmann überzeugt. Als Einziger wird er das „Abenteuer Regionalliga“ nicht komplett mit angehen können, da der Abiturient in sechs Monaten ein Auslandsjahr einlegen wird. „Die Flüge von und nach Australien sind leider zu teuer“, scherzt Puhlmann. „Wir werden eine lokale Lösung finden“, geht Mathias Wähner kurz auf die Kaderplanung ein.

Der TSV Rostock Süd war als ein Titelaspirant unter vielen holprig in die Saison gestartet – mit 3:3 Punkten nach drei Spielen. Dann bekamen die Ostseestädter Wind in die Segel. Es folgten sechs Siege in Serie, darunter der Big Point im schleswig-holsteinischen Siek (9:7). Mit dem 4:9 beim Abstiegskandidaten SV Friedrichsort ging der Rückrundenstart daneben. Doch erneut bewiesen die Rostocker ihre Kämpfermentalität. Sie wollten Geschichte schreiben. Und haben es getan. Die fünf folgenden Auswärtsspiele wurden gewonnen. Drei Spieltage vor Schluss landete der TSV wiederum einen Erfolg im Topspiel, bezwang den SV Siek II erneut mit 9:7.

„Ab jetzt freuen wir uns auf die Regionalliga“, meint Wähner und die Party ging auch am Sonntag trotz der einzigen Heimniederlage der Saison unvermindert weiter.

Statistik

Oberliga Nord-Ost

TSV Rostock Süd – Hertha BSC II 7:9

TSV Rostock Süd – Hertha BSC III 9:1

SV Friedrichsort – Preetzer TSV 9:7

SV Siek II – FT Eiche Kiel 4:9

Bargteheide II – Hertha BSC II 0:9

SG Geltow – Füchse Berlin II 9:2

Preetzer TSV – Bargteheide II 9:7

SV Friedrichsort – FT Eiche Kiel 3:9

1.

TSV Rostock Süd

18

146:109

27:9

2.

SV Siek II

18

146:114

25:11

3.

Hertha BSC II

18

138:120

23:13

4.

SG Geltow

18

131:102

21:15

5.

Füchse Berlin II

18

125:120

20:16

6.

Preetzer TSV

18

135:126

19:17

7.

FT Eiche Kiel

18

123:120

18:18

8.

SV Friedrichsort

18

123:129

17:19

9.

TSV Bargteheide II

18

87:152

5:31

10.

Hertha BSC III

18

75:155

3:33

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