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Rostock Gift-Alarm: Absender des Briefs droht Strafanzeige
Mecklenburg Rostock Gift-Alarm: Absender des Briefs droht Strafanzeige
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00:00 08.03.2013
Roggentin

Die angeblich von einem Telefonanbieter kommende Sendung wurde von einer Mitarbeiterin entdeckt, sie packte den Brief vorsorglich in einen geschlossenen Behälter, so dass keine Dämpfe entweichen konnten. Mehrere Feuerwehren sowie Kräfte des Katastrophenschutz waren im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Dem Absender droht eine Strafanzeige.

Der vermeintliche Anschlag ist kein Einzelfall: „So etwas kommt immer mal wieder vor“, sagt Maike Wintjen, Sprecherin der Deutschen Post. Das Unternehmen gehe in solchen Fällen immer vom schlimmsten Fall, einem Anthrax-Alarm, aus. Der interne Notfallplan sehe vor, dass die Produktion sofort gestoppt werde, die Mitarbeiter den Raum verlassen und die Feuerwehr gerufen werde. Sie wisse noch nicht, ob sich der Weg des Briefs zurückverfolgen lasse, wenn kein Absender darauf stehe.

Ihm oder ihr drohen jedenfalls rechtliche Konsequenzen. „Spaßvögel haben schlechte Karten, wir hatten durch die Aktion in Roggentin wirtschaftliche Verluste“, sagt Wintjen. Pulver oder Warenproben dürften nicht in einem Papierumschlag verschickt werden. „Jeder Brief geht durch Anlagen, die das Papier beanspruchen, etwa durch Rütteln“, sagt sie. Keinesfalls dürfe etwas herausrieseln.

Björn Wisker

OZ

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