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Rostock Giftige „Greifis“ werden in China „repariert“
Mecklenburg Rostock Giftige „Greifis“ werden in China „repariert“
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12:49 09.03.2018
Das Rostocker Kuscheltier „Greifi“, aufgenommen vor dem Rathaus. Quelle: Bernd Wüstneck
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Rostock

Schon in einigen Wochen will die Hansestadt wieder ihr Jubiläumskuscheltier „Greifi“ an Neugeborene verteilen. Doch wer nun glaubt, die Stadt hätte nach dem Skandal um Weichmacher in dem Spielzeug komplett neue „Greifis“ herstellen lassen, der irrt: Die alten Greifis werden lediglich „aufgearbeitet“.

Nach OZ-Informationen war ein Großteil der insgesamt 5000 bestellten Kuscheltiere bereits per Schiff aus China eingetroffen, als das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) die Verteilung der Stofftiere stoppt: Zunächst fehlte das gesetzlich vorgeschriebene CE-Kontrollsiegel, dann entdeckten Fachleute in einem Labor Weichmacher in einem Teil der „Greifi“-Augen – und zwar 260-fach über dem tolerierten Höchstwert.

Nachdem die Hansestadt zunächst angekündigt hatte, den Auftragnehmer für die „Greifis“ – einen Rostocker Künstler – in Regress nehmen und neue Stofftiere ordern zu wollen, läuft es nun auf eine Art Reparatur hinaus: „Dem Auftragnehmer wurde die Möglichkeit eingeräumt, Nachbesserungen vorzunehmen“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze auf Anfrage. Er bestätigt, dass die Stofftiere nach China zurückgeschickt wurden. Dort sollen lediglich die belasteten Teile der Augen ausgetauscht werden. Kosten entstünden der Stadt dadurch nicht.

OZ

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