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Glück gehabt: Azubi in der Südstadt-Klinik

Südstadt Glück gehabt: Azubi in der Südstadt-Klinik

Nach Bewerberansturm beginnt am Montag das Ausbildungsjahr.

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Sylvia Waterstradt (r.) mit Saskia Möller (l.) und Caroline Flägel.

Südstadt. 608 Bewerber auf 38 Ausbildungsplätze, das Südstadtklinikum hatte die Wahl. „Wir suchen geeignete Kräfte, die dem Beruf psychisch und physisch gewachsen sind und hoch motiviert mit Patienten arbeiten wollen“, sagt Pflegedienstdirektorin Sylvia Waterstradt. Die Klinik bilde zuerst für den eigenen Bedarf aus. „Von 28 Krankenschwestern, die in diesem Jahr fertig wurden, haben wir 13 leistungsstarke Absolventen übernommen“, berichtet Waterstradt. Andere habe die Lebensplanung in andere Krankenhäuser deutschlandweit getrieben.

Saskia Möller (17) und Caroline Flägel (23) gehören zu den 28 neuen Gesundheits- und Krankenpflegern, die bald den hellgrünen Kittel überziehen werden. Am Montag beginnt für sie, acht Hebammenschülerinnen und zwei künftige operationstechnische Assistenten des Südstadtklinikums die Ausbildung an der Beruflichen Schule „Alexander Schmorell“, die auch Fach-Nachwuchs für das Uniklinikum sowie die Krankenhäuser in Bad Doberan und Ribnitz-Damgarten ausbildet. Nach vier Wochen Schule kommen die Mädchen und sechs männlichen Krankenpfleger-Anwärter zur ersten Praxisetappe zurück ins Klinikum.

Saskia und Caroline kennen den Stationsalltag schon etwas. Beide haben einige Monate ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) absolviert, was sie in ihrem Berufswunsch noch gefestigt hat. Caroline hat Politikwissenschaft und Philosophie an der Uni Rostock studiert. „Doch die Jobmöglichkeiten am Ende erschienen mir zu dröge“, sagt die junge Frau, die gern mit Menschen arbeiten möchte. Nachdem sie drei Monate im Patiententransport in fast jede Station reingeschnuppert und vier Wochen in der Onkologie geholfen hat, stand fest: „Ich werde Krankenschwester.“

Ähnlich erging es Saskia, die schon im Schulpraktikum in der Chirurgie und im Zentral-OP zugeschaut hatte. Dann folgten im FSJ Notaufnahme und Patiententransport. „Ja, das ist genau mein Ding“, sagt die 17-Jährige. In der Ausbildung müssen die Azubis alle Fachbereiche durchlaufen. „Das ist bundesweit einheitlich geregelt, durch das Krankenpflegegesetz“, erläutert die Pflegedienstchefin. Nicht einheitlich ist die Vergütung. Am Südstadtklinikum, dem letzten kommunalen Krankenhaus in MV, wird nach Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt. Die Schwesternschülerinnen erhalten 915 Euro im ersten Jahr. „Das ist auch gut“, sagen die Mädchen strahlend.

Ausbildung
Trotz rückläufiger Schülerzahlen kann das Südstadtklinikum auf hohe Bewerberzahlen verweisen. Die Ausbildungsplätze für Gesundheits- und Krankenpfleger sind seit 2008 von 18 auf 28 gestiegen (454 Bewerber waren es 2008, 283 in diesem Jahr). Auf sechs Hebammen-Lehrstellen bewarben sich 2008 noch 781 junge Frauen, auf acht Plätze 2013 kamen 251 Bewerber.

 

Doris Kesselring

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