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Gnadenfrist: Erst 2015 muss Rostocks Luft sauber sein

Stadtmitte Gnadenfrist: Erst 2015 muss Rostocks Luft sauber sein

Strafzahlungen für die Hansestadt von mehreren hunderttausend Euro sind vorerst vom Tisch. Damit drohte die Europäische Kommission, weil in Rostock an der Messstelle L 22/Am Strande die europaweit geltenden Grenzwerte für Stickoxid in den vergangenen Jahren überschritten wurden.

Stadtmitte. Jetzt hat die Stadt noch einmal bis zum 1. Januar 2015 Zeit, die Luft sauberer zu machen, teilt das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Lung) mit.

Die Europäische Kommission erkannte mit der Fristverlängerung an, dass bereits umgesetzte Maßnahmen des Rostocker Luftreinhalteplans Wirkung zeigen. So lagen laut Lung die Jahresmittelwerte 2010 bis 2012 mit 44 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter — erlaubt sind 40 Mikrogramm — schon deutlich niedriger als 2006 bis 2009.

Die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer mit der entsprechenden Kontrolle durch Blitzer und die Schaffung einer „grünen Welle“ hätten die ersten Erfolge gebracht, erklärt Umweltsenator Holger Matthäus (Bündnis 90/Grüne).

Matthäus weiß aber auch, dass die Gnadenfrist der Europäischen Kommission für Rostock 2015 abläuft. „Das bedeutet, dass wir diese Chance intensiv nutzen müssen.“ Zur Einhaltung des Grenzwertes sei „die rasche Umsetzung der weiteren Maßnahmen des Luftreinhalteplans notwendig“, heißt es aus dem Lung. Als Möglichkeit sieht Umweltsenator Matthäus immer noch die Einrichtung einer Umweltzone. Zudem müsse Rostock versuchen, den Durchgangsverkehr auf der L 22, insbesondere von Lastwagen, zu verringern und Pendler überzeugen, am Stadtrand auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. „Es gibt aber Städte, die stärker belastet sind als Rostock“, sagt Matthäus.

Während die Hansestadt den Aufschub bis 2015 bekam, habe die Europäischen Kommission für die meisten deutschen Gebiete Einwände gegen die Fristverlängerung erhoben, so die Mitteilung aus dem Lung.

Thomas Niebuhr

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