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Rostock Goldberger Viertel: Anwohner fordern weniger Verkehr
Mecklenburg Rostock Goldberger Viertel: Anwohner fordern weniger Verkehr
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00:00 22.03.2013
Gernot Erbahn zeigt das Vorfahrtsschild in der Weinbergstraße. Er fordert für diesen Bereich eine Einbahnstraßenregelung. Quelle: Mathias Otto
Güstrow

Sie verschafften sich Luft bei einem Stadtteilgespräch im voll besetzten Speisesaal der Freien Schule.

Bürgermeister Arne Schuldt (parteilos) kündigte an, das Goldberger Viertel für Anwohner attraktiver und den Durchgangsverkehr unattraktiver zu gestalten. „In der Weinbergstraße vom Kreisverkehr bis zur Bürgermeister-Dahse-Straße ist eine Rechts-vor-Links-Variante angemessen. Damit würde ein erheblicher Teil andere Wege benutzen", sagte er. Die Daten der aktuellen Messungen hatte Verkehrsplaner Gunter Brüß parat: „Das Goldberger Viertel ist in der Stadt das meist erfasste Gebiet was den Verkehr betrifft.“ An mehreren Stellen sind 24-Stunden-Messungen 2010 und 2013 erfolgt.

Die Hauptzufahrtsstraßen wie die Gutower Straße wurden am häufigsten befahren. Im Vergleich zu 2010 wurden zwar rund 1000 Fahrzeuge weniger gezählt, der Wert von 4268 sei dennoch zu hoch, so Brüß.

Ein ähnliches Ergebnis präsentierte er für die Weinbergstraße. Zu Spitzenzeiten fahren hier stündlich 354 Fahrzeuge.

Nach dem Frost wird mit dem Flicken der Schlaglöcher begonnen, die Weinbergstraße soll eine dünne Asphaltdecke bekommen. Im Zuge des Ausbaus der B103 und B104 soll die Ortsdurchfahrt von der Goldberger Straße/Ringstraße bis zur Rostocker Chaussee/Trendelenburgallee zudem von einer „Grüne Welle" begleitet werden.

Von den Bemühungen der Stadt war Gernot Erbahn, Bewohner der Weinbergstraße, nicht begeistert. Der 70-Jährige hatte im Vorfeld von mehr als 100 Anwohnern Unterschriften gesammelt. „Mit der Rechts-vor-Links-Variante sind wir nicht einverstanden. In der Weinbergstraße muss Verkehrsruhe rein“, forderte er. Sein Vorschlag, den Verkehr in einem Teil der Straße nur in einer Richtung laufen zu lassen, erntete Applaus.

Günter Vetter kritisierte stellvertretend für die Anwohner der Plauer Straße schlechte Straßenverhältnisse und mangelhafte Straßenreinigung. Darunter litten die Häuser. „Alle fünf Jahre müssen wir unsere Fassaden sanieren und von dem dreckigen Spritzwasser von der Straße säubern lassen“, beklagte der 53-Jährige.

Mathias Otto

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