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Rostock Unimedizin Greifswald verbessert sich im Klinik-Ranking
Mecklenburg Rostock Unimedizin Greifswald verbessert sich im Klinik-Ranking
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15:54 29.11.2018
Das Uniklinkum Greifswald hat sich im Focus-Ranking leicht verbessert. Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Die Greifswalder Unimedizin hat sich im alljährlichen Focus-Ranking der deutschen Kliniken 2018 um einen Platz verbessert. Unter den Top 100 der etwa 1200 deutsche Krankenhäusern mit ihren über 3300 Fachkliniken sowie -abteilungen liegt der Greifswalder Vollversorger nunmehr auf Rang 65. Im Jahre 2016 hatte es die hiesige Hochschulmedizin nicht auf die Liste der 100 besten Krankenhäuser geschafft.

Bestes Krankenhaus auf der Focus-Liste für Mecklenburg-Vorpommern bleibt die Universitätsmedizin Rostock (39, sechs Plätze verloren). Auf Rang 3 in MV landet das Helios Hanseklinikum in Stralsund vor dem Rostocker Südstadtkrankenhaus (Platz 93). Die Sundstädter erreichen Platz 79, das bedeutet eine Steigerung um neun Plätze gegenüber dem Vorjahr und entspricht fast wieder dem Wert von 2016 für Stralsund (Rang 75). Die Nummer fünf in Mecklenburg-Vorpommern ist das Evangelische Krankenhaus „Bethanien“ der Johanna-Odebrecht-Stiftung in Greifswald (nicht unter den Top 100).

Ärzte geben Empfehlungen ab

Die Rangfolge beruht auf Erhebungen der Munich Inquire Media GmbH. Wichtigste Grundlage der Bewertung ist nach Angaben der Münchener Firma zu etwa 40 Prozent die Reputation des Krankenhauses, also die Empfehlung durch andere Ärzte. Dazu kommen weitere Kriterien wie die Zahl der behandelten Fälle, die Zahl der Ärzte und Pflegekräfte, Qualitätsberichte, Patientenzufriedenheit und Antworten auf einen Fragebogen der Münchener. Ganz vorn liegt auf der Focus-Liste erneut die Berliner Charité, die nur in der Akutgeriatrie und bei der Behandlung von Zwangsstörungen nicht empfohlen wird. Auf die Hauptstädter folgen die Unikliniken in Dresden, Heidelberg und München.

“Wir haben unsere Position in der Klinikliste leicht verbessert“, kommentiert der Ärztliche Vorstand der Greifswalder Universitätsmedizin, Prof. Claus-Dieter Heidecke, die aktuelle Platzierung. „Ferner werden wir in diesem Jahr zusätzlich in der Kategorie Darmkrebs als Top-Zentrum anerkannt. Durch eine Zertifizierung des Qualitätsmanagements und und die Teilnahme an der bundesweiten Aktion ,Saubere Hände’ könnten wir uns noch um einige Plätze verbessern.“ Aber man dürfe solche Rankings wie die des Focus und deren Kriterien auch nicht überbewerten. Es werden auch nicht alle Fachrichtungen einbezogen.

Uniklinik hervorgehoben bei Krebs- und Herzerkrankungen

Neben der neuen Empfehlung für die Behandlung von Darmkrebs bekommt die Unimedizin Greifswald erneut Empfehlungen für die Behandlung von Brustkrebs, Hirntumoren, Herzkrankheiten und Zwangsstörungen.

Bei einem Teil der genannten Fächer mit den Empfehlungen wirken auch Ärzte mit, die im Focus-Ranking der Top-Mediziner vertreten sind. Das sind die Professoren Alexander Mustea (Brustkrebs und gynäkologische Tumoren), Henry Schroeder (Hirntumorchirurgie), Stephan Felix (Kardiologie) und Hans-Jörgen Grabe (Zwangsstörungen). Der Focus bescheinigt dem Greifswalder Uniklinikum Initiativen zur Verbesserung der Qualität und die Offenlegung von Daten gegenüber den Rechercheuren gegenüber der Munich Inquire Media GmbH.

Zuletzt war die Uni Greifswald häufiger in der Kritik: Eine Familie erhob schwere Vorwürfe wegen Pflege-Versäumnissen, ein schwerkranker 77-Jähriger soll im Nachthemd nach Hause geschickt worden sein. Auch die Unimedizin Rostock war in eine Affäre um umstrittene Boni-Zahlungen verstrickt. Ärztekammer-Präsident Crusius fordert daraufhin: Ärzte sollten sich dem Kommerz widersetzen.

Klinikum Karlsburg top bei Diabetes

Das Ranking des Focus erfasst seit Jahren auch Kliniken, die kein so großes Behandlungsspektrum wie das Greifswalder Uniklinikum anbieten, sondern sich auf bestimmte Krankheiten spezialisiert haben. Erneut super platziert ist dabei das Karlsburger Klinikum. Bei der Behandlung der Diabetes landet diese Einrichtung wieder in der Spitzengruppe der Top-Krankenhäuser in Deutschland und belegt Platz vier. Bei der Patientenzufriedenheit wird mit 91 Prozent insgesamt der höchste Wert erreicht. Seit über zwei Jahrzehnten zählt der Diabetologe Prof. Wolfgang Kerner zu den deutschen Topärzten seines Fachs.

Auch das Evangelische Krankenhaus „Bethanien“ schneidet bei der Behandlung von Alzheimer, Angststörungen und Depressionen erneut sehr gut ab und erhält im Focus-Ranking für diese Fachrichtungen jeweils eine Empfehlung. Auch der Chefarzt dieses Spezialkrankenhauses, Prof. Jens Langosch, steht seit Jahren auf der Focus-Liste der deutschen Top-Mediziner für sein Fach.

Eckhard Oberdörfer

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