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„Großartig“ und „ganz toll“: Viel Lob für Stadthafen-Vision

Stadthafen „Großartig“ und „ganz toll“: Viel Lob für Stadthafen-Vision

Großteil der OZ-Leser ist von Ideen für neue Wasserkante begeistert

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Eine weitere Ansicht: So stellen sich Rostocks Stadtplaner den Stadthafen der Zukunft vor. ENTWURF: HANSESTADT ROSTOCK/KOE

Stadthafen. Ein „Deckel“ für die L 22, ein Weg über die Warnow und eine „Museumsinsel“ mitten im Stadthafen: Mit ihrer konkreten Vision für die Hansestadt der Zukunft haben Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und die Stadtplaner am Mittwoch Politik und Fachleute komplett überrascht – und die OZ-Leser offenbar begeistert. In zahlreichen Leserbriefen und auch Kommentaren in den sozialen Netzwerken im Internet gibt es größtenteils Lob für die Pläne an der Warnow.

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Großteil der OZ-Leser ist von Ideen für neue Wasserkante begeistert

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Das Amt für Stadtplanung und der kommunale Immobilien-Betrieb KOE hatten erstmals alle Ideen für die Filetflächen in einem Bild optisch umgesetzt. Das neue Volkstheater ist darauf zu sehen, Wohnhäuser mit Warnow-Blick und als Herzstück ein Museumskomplex für das geplante maritime Erlebniszentrum oder das neue Archäologische Landesmuseum.

Bei den Bürgern kommt die Visualisierung richtig gut an: „Die Rostocker Bürger warten ja schon seit Jahrzehnten auf eine Brücke vom Stadtzentrum nach Gehlsdorf! Mit 81 und 77 Jahren wissen wir zwar nicht, ob wir den Brückenschlag noch erleben, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt“, schreiben zum Beispiel Hans Löwendei und Karin Wiegand in einem gemeinsamen Brief. Christine Heinrich spricht von einem „großartigen Vorschlag“, aber: „Ein renommiertes Architekturbüro könnte für Gebäude und Plätze noch moderner, visionärer und origineller herangehen. Es sollte ein Pendant zur Historie werden, eine Bejahung des heutigen Lebensgefühls. Warum nicht etwas Einzigartiges und Großartiges für Rostock schaffen?“

Klaus-Dieter Schütt sagt: „Die Vision finde ich super, aber es wird auch immer eine Vision bleiben.“ Seine Sorge: „Mit den jetzigen Stadtvätern und diesem OB wird sie nie umgesetzt werden.

Unsere Stadtväter sind nur mit sich selbst beschäftigt und dabei wird die Entwicklung von meiner Heimatstadt Rostock vergessen und alles dauert Jahre und Jahrzehnte.“ Auch Eric Manischewski schwärmt von der Vision: „Museum, Terrassen, Wasserspiele und Spielplätze – das kann ich mir sehr gut vorstellen. Es würde Rostock noch attraktiver machen. Unsere Stadt wächst und wächst.

Daher finde ich das toll, wenn dem Stadthafen mehr Leben eingehaucht wird. Ich bin jedenfalls begeistert.“

Einzig die Klappbrücke über die Warnow macht vielen Rostockern Sorge: „Der Vision ist zuzustimmen. Die Brücke zwischen beiden Ufern wäre für Fußgänger von großem Vorteil, jedoch für Wassersportler, das geplante Segelstadion und für Traditionsschiffe zur Hanse Sail eine Katastrophe“, schreibt Heinz Lange . Er fordert stattdessen einen besseren Fährverkehr. Im Internet wird die Vision seit gestern ebenfalls viel diskutiert: „Auf dem Papier sieht es ja gut aus. Jetzt ran und nicht lang schnacken“, fordert bei Facebook zum Beispiel Peter Schwandt . „Dieser Umbau kommt 15 Jahre zu spät. Und wie ich Rostock kenne, wird er auch noch 15 Jahre lang tot geredet“, ergänzt Maik Müller . Es gibt aber auch kritische Stimmen: „Ein paar Traditionsschiffe in den Stadthafen zu holen, würde es auch tun. Wäre bedeutend günstiger und würde das maritime Flair der Stadt zusätzlich unterstreichen“, so Christoph Brilke .

„Wer soll das bezahlen?“, fragt Bert Preikschat . „Immer mehr Luftschlösser werden geplant und gebaut. Viele Bürger können das nicht nachvollziehen.“

Erst in der kommenden Woche will OB Methling die Spitzen der Stadtpolitik über die Details der Vision informieren. Darauf warten die Fraktionen händeringend: „Grundsätzlich begrüßt die Linke visionäre Ansätze für den Stadthafen“, sagt Linken- Chefin Eva-Maria Kröger . Aber: „Alle paar Monate werden die Rostocker mit neuen Fantastereien überrascht. Doch wichtig ist dabei ein gemeinsamer Weg. Die städtischen Gremien, die engagierten Bürger und alle Interessierten müssen schnell einbezogen werden.“ Bei einer nicht-repräsentativen Online-Umfrage der OZ sprachen sich bis gestern Abend fast drei Viertel der Teilnehmer für die Vision aus.

Umfrage: www.ostsee-zeitung.de

Andreas Meyer

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