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Rostock Grüne bedauern Abriss der „Betty“
Mecklenburg Rostock Grüne bedauern Abriss der „Betty“
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00:01 25.10.2017
Das ehemalige Elisabeth-Heim in der Ulmenstraße war zeitweise sogar besetzt worden. Quelle: Foto: Ove Arscholl
Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Die Grüne Bürgerschaftsfraktion hat sich von Kai Hörig, Geschäftsführer des Studentenwerkes Rostock, die Pläne für das ehemalige Elisabeth-Heim in der Ulmenstraße darlegen lassen. Das Studentenwerk plant den Abriss des Gebäudeensembles sowie den Neubau einer Mensa mit 400 Plätzen und 50 Studentenzimmer.

„Wir bedauern das kompromisslose Vorgehen des Studentenwerkes, das ohne eine Option des Erhalts des Gebäudes oder der Fassade ernsthaft geprüft zu haben, nun schnell abreißen will“, sagt Uwe Flachsmeyer Fraktionsvorsitzender der Rostocker Grünen. Nach dem man das Gebäude unter tatenlosem Zusehen des Amtes für Denkmalpflege 13 Jahre verfallen lassen hat, wolle man mit dem Abriss Fakten schaffen, so Flachsmeyer. Es stehe außer Frage, dass studentischer Wohnraum und zusätzliche Mensa-Kapazitäten benötigen werden. „Dies kann aber im Einklang mit der Gebäudestruktur geschehen“, so Uwe Flachsmeyer.

Das Bildungs- und das Finanzministerium trage mit seiner strengen Finanzvorgabe eine Mitverantwortung für die jetzige Situation, ist der Fraktionschef überzeugt. „Es gibt Lösungen, die allen Seiten gerecht werden, man muss sie nur wollen“, kritisiert Flachsmeyer die Mitverantwortung der Landesregierung.

In den vergangenen Monaten hat eine Bürgerinitiative für den Erhalt des Gebäudes gekämpft. Eine Initiative hatte die „Betty“ sogar besetzt.

Das Rostocker Studentenwerk hatte ausdrücklich begrüßt, dass die Polizei die ehemalige Orthopädie in der Ulmenstraße geräumt hat. Es habe Gefahr für Leib und Leben bestanden. „In der ehemaligen Klinik, die seit 13 Jahren zerfällt, sind bereits Decken eingestürzt. Wir durften es nicht zulassen, dass sich am Ende noch jemand verletzt“, sagt Geschäftsführer Kai Hörig.

Das Studentenwerk Rostock will an der Stelle ein neues Wohnheim mit 70 Apartments und eine Mensa mit 400 Plätzen bauen.

Der Ortsbeirat für die KTV Anette Niemeyer hat beantragt, das Haus unter Denkmalschutz zu stellen.

tst

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