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Grundschüler erobern ihren neuen Pausenhof

PAPENDORF Grundschüler erobern ihren neuen Pausenhof

„Wer will fleißige Handwerker seh‘n, der muss zu uns‘rer Schule geh‘n.“ Mit einem kleinen Programm bedankten sich Schüler der Grundschule Papendorf bei den Bauarbeitern, ...

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Dörte Böhnke bepflanzt mit Schülern, hier Frieda Dopp (6), die letzten Beete.

Quelle: Doris Kesselring

Papendorf. „Wer will fleißige Handwerker seh‘n, der muss zu uns‘rer Schule geh‘n.“ Mit einem kleinen Programm bedankten sich Schüler der Grundschule Papendorf bei den Bauarbeitern, die in den vergangenen acht Wochen ihren Schulhof umgestaltet haben. Vorarbeiter Ralf Schreiber und seine Kollegen von der Gartenbaufirma Alpina sind gerührt. „Das ist heute kaum noch üblich“, sagt Schreiber, nachdem die Kinder bunte Bilder, Grünpflanzen und ein Grillpaket überreicht haben.

Mit Beginn der Sommerferien sind die Bagger aufs Schulgelände gerollt. 500 Quadratmeter Pflaster wurden neu verlegt. „Darunter haben wir gefühlte 30 Sattelzüge Betonbruch aus DDR-Zeiten gefunden und abgefahren“, erzählt Alpina-Chef Christian Jahnke. Es wurden Hecken gepflanzt, das Gelände komplett neu modelliert, 500 Kubikmeter Mutterboden verteilt und Rasen angesät. Ein Klassenzimmer im Freien ist entstanden, in dem gut 80 Schüler in drei Steinbankreihen hintereinander Platz finden.

Die Spielgeräte und Gerätschaften für einen Trimm-Dich-Pfad kommen noch. „Da sind wir von den Lieferzeiten abhängig“, sagt Dörte Böhnke, die für das Planungsbüro Plan akzent die Sommerbaustelle überwacht hat. Auf dem Pflaster-Schachbrett setzen die Kinder schon die Figuren, auch die „Hinkelkästchen“ werden behüpft.

„Ein schöner Schulhof macht gute Laune“ — das sagen nicht nur die Erstklässler Justin Schulz und Lisa Lüdecke. Auch Grundschulleiterin Jutta Perlmann ist begeistert: „Da hüpfe ich selbst morgens richtig fröhlich in den Unterricht.“

213 Mädchen und Jungen besuchen die Grundschule in Papendorf. „Der Schulhof war schlecht“, sagt Ulrich Schenka, Bürgermeister der Gemeinde Pölchow, die wie Papendorf, Ziesendorf, Stäbelow und Kritzmow zu den Trägern der Warnowschule gehört und wegen stetig wachsender Schülerzahlen die Erweiterung des Schulstandortes vorantreibt. „Der Pausenhof der Kleinen ist der erste Schritt“, sagt Schenka, froh, dass dieses Projekt mit 133 000 Euro aus dem Leader-Programm der EU gefördert wurde. Insgesamt kostete die Maßnahme 158 000 Euro.

Die Kinder haben gestern selbst letzte Hand angelegt. Zehn Grundschüler durften zusammen mit Bauleiterin Dörte Böhnke noch Gräser pflanzen und Blumenzwiebeln stecken. Außerdem haben die Kinder einfache Baumpfähle lustig angemalt, die nun als Bleistifte den Schuleingang zieren. Das Schulhofprojekt gehört zum Gesamtkonzept „Pflanzliche Zelle“, das das Planungsbüro auf die gesamte Warnowschule übertragen will. Eine Zufahrt für Rollstühle und Kinderwagen soll noch mit einem kleinen Umweg über die benachbarte Kita entstehen. Doris Kesselring

Warnowschule Papendorf
Rund 500 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Warnowschule, davon 213 Grundschüler. Damit müssen 26 Klassen an Grund- und Regionalschule untergebracht werden. Alle möglichen Räume werden genutzt, selbst im Mehrgenerationenhaus wird unterrichtet. Nun ist eine Erweiterung der Amtsschule von den fünf Trägergemeinden Papendorf, Pölchow, Stäbelow, Kritzmow und Ziesendorf beschlossen. 2014 soll Baustart sein.

 

OZ

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