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Grundschulpädagogen sollen in die Innenstadt umziehen

Stadtmitte Grundschulpädagogen sollen in die Innenstadt umziehen

Die Seminare der Lehramtsstudenten finden künftig in der Jacobi-Passage statt

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Hier sollen die Grundschulpädagogen Seminare besuchen. Mit dem Umzug werden die Wege zwischen den Unigebäuden verkürzt.

Quelle: Foto: Pauline Rabe

Stadtmitte. Die Universität Rostock ist die viertschönste Universität in Europa – Das zeigt das aktuelle Ranking des Magazins „Times Higher Education“ (THE). Wer die Gebäude in der August-Bebel-Straße 28 oder in der Möllner Straße 12 kennt, wird sich über diese Auszeichnung wundern. Vor allem die Grundschulpädagogen leiden in Lichtenhagen seit Jahren unter unzureichenden Lernbedingungen. Abgeplatzter Putz, Pflanzenbewuchs in Seminarräumen und überschwemmte Toiletten prägen dort den Studienalltag. Doch nun kommt erneut Bewegung in die Problematik:

„Aktuell laufen die baulichen Vorbereitungen, um einen Umzug in die Innenstadt zu ermöglichen“, so Uni-Pressesprecher Michael Vogt.

„Wir sind von der Universität beauftragt worden, eine geeignete Fläche zur Nutzung durch das Institut für Grundschulpädagogik zu suchen“, bestätigt Christian Hoffmann, Sprecher des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL). Trotz notwendiger Umbaumaßnahmen fiel die Entscheidung auf die Jacobi-Passage, welche in unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude am Universitätsplatz liegt.

Voraussetzung für die Anmietung seien bauliche Veränderungen, die von der Vermieterin selbst vorgenommen werden müssen. „Diese können mit einem zwischenzeitlich genehmigten Bauantrag geschaffen werden. Sofern die Arbeiten abgeschlossen sind, können wir mit dem Vollzug des Mietvertrags beginnen und die angemieteten Räumlichkeiten übernehmen.“ Wann genau die Nutzung für das Institut freigegeben werden kann, stehe daher noch nicht konkret fest.

„Von einer zeitnahen Lösung verspricht sich die Universität wesentlich verbesserte Studienbedingungen für die Lehramtsstudierenden der Grundschulpädagogik“, teilt Vogt mit. Dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) ist dies aber noch nicht genug: Der Umzug sei zwar „ein klarer Erfolg der Bemühungen des renitenten Fachschaftsrates, der seit Jahren immer wieder Gespräche mit den Verantwortlichen in der Instituts- und Universitätsleitung und dem Bildungsministerium führt“, erklärt Lehramtsreferent Timo Fischer.

Gleichzeitig wäre es aber auch Augenwischerei zu behaupten, dass mit einem Umzug alle Probleme für die Studierenden gelöst wären. So müsste dringend bei der Qualität und Organisation der Lehre nachgebessert werden. Zu wenig Dozenten und zu wenig Seminarplätze erscheinen unter anderem problematisch. Hier sieht Fischer sowohl die Universität als auch das Bildungsministerium in der Pflicht.

„Um die Ausbildung im Grundschullehramt an der Uni Rostock zu verbessern, werden vielfältige Anstrengungen unternommen“, hält Vogt entgegen. Die Qualität der Lehre erfolge bereits auf einem hohen Niveau, um die Lehramtsstudierenden auf ihre künftige Tätigkeit in den Grundschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern vorzubereiten. Der Bereich Grundschulpädagogik versuche ständig und dauerhaft durch Evaluationen und andere Maßnahmen sich weiter zu verbessern. „Die Angebotspalette an Lehrveranstaltungen ist sicherlich an einigen Punkten noch ausbaufähig“, sagt Vogt weiter.

Dies gelinge derzeit nicht nach Wünschen der Universität, da sich die Suche nach geeigneten Dozenten bundesweit als schwierig erweist. Ein Grund hierfür sei beispielsweise, dass diese auch als Lehrkräfte in den Schulen dringend benötigt werden.

Verbesserung der Studienbedingungen

950 Studierende der Universität Rostock werden durch den Fachschaftsrat der Grundschulpädagogik vertreten. Seit Jahren ist das Institut für Grundschulpädagogik in einem maroden Gebäude in der Möllner Straße 12 in Lichtenhagen untergebracht.

10 europäische Universitäten wurden durch das Magazin „Times Higher Education“ (THE) ausgezeichnet. Die Universität Rostock ist die einzige deutsche Universität im Ranking und wurde insbesondere durch ihr Hauptgebäude im Ensemble mit dem Zoologischen Institut hervorgehoben. Die Plätze 1 bis 3 belegen Bologna, Salamanca und Coimbra.

Pauline Rabe

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