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Rostock Gruselalarm: In Rostock sind die Geister los
Mecklenburg Rostock Gruselalarm: In Rostock sind die Geister los
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19:57 31.10.2018
Thies (12) und Silvia Rösner (47) freuen sich riesig darauf, die Besucher in ihrem Garten zu erschrecken. Quelle: Susanne Gidzinski
Rostock

Hexen mit langen Nasen, Vampire mit blutverschmierten Mündern und Teufel mit roten Hörnern. Wer sich am Mittwoch, aus dem Haus traute, lief Gefahr den unheimlichen Kreaturen über den Weg zu laufen. Doch alles halb so wild. Mit Naschereien ließen sich die kleinen Monster besänftigen.

Jedes Jahr wieder ziehen Kinder in gruseligen Kostümen von Haus zu Haus und fordern Naschereien. „Süßes sonst gibt´s Saures“ hört man sie rufen. So auch die kleine Hexe Leonie, die ein großer Fan von Halloween ist. Gemeinsam mit ihrer Schwester Toni (4) möchte die Siebenjährige eine ganze Tüte voll Lutscher und Bonbons zusammen bekommen. An jeder Tür in der Nachbarschaft wird Halt gemacht. Kurz geklingelt und anschließend mit großem Eifer in eine Schale voller Süßigkeiten gegriffen. „Die sauren Gummitiere mag ich am liebsten“, sagt sie.

Auch Florian mag es sauer. Der Fünfjährige hofft auf eine große Ausbeute von Zitronenbonbons. Gemeinsam mit seiner großen Schwester Emilia (9) und den Freundinnen Dotti (3) und Fiene (7) wartet er darauf, geschminkt zu werden. Dafür sind die vier Kinder zusammen mit ihren Eltern zum Kinderschminken in die Universitätsmedizin gefahren.

Frei nach dem Motto: Je scheußlicher, desto besser, verpassen Medizinstudenten den Sprösslingen realitätsnahe Wunden. Eine Technik, mit der im Studienalltag die wichtigsten Griffe der Wundversorgung geübt werden. „Bei der Aktion lernen die Studenten, mit Kindern umzugehen und unter Zeitdruck zu arbeiten“, sagt Oberarzt Dr. Gernot Rücker. „Wir haben viel Spaß dabei und den Kleinen gefällt es besonders gut.“, betont Medizinstudentin Christin Löwendorf (25). Mehrere Hundert Heranwachsende stehen in den Fluren Schlange, um sich schminken zu lassen. „Wir kommen kaum hinterher“, ergänzt Löwendorf.

Einer von ihnen ist Jonte. Der Vierjährige kann es kaum abwarten, bis er fertig geschminkt ist. Später möchte er, mit seinem Papa und Freunden, Süßigkeiten bei den Nachbarn sammeln. Dafür lässt er sich eine blutige Wunde ins Gesicht malen. „Das finde ich cool“, sagt er.

Familie Rösner und die Universitätsmedizin haben sich zu Halloween etwas ganz Besonderes ausgedacht.

Auch die Mädchen Charlotte (5) und Ruth (6) wollen für den Abend hergerichtet werden. Ihre Kostüme haben sie bereits angezogen. Jetzt fehlt nur noch die Farbe im Gesicht. „Ich möchte wie eine richtige Hexe aussehen“, sagt Ruth aufgeregt. Die Wartezeit wird genutzt, um das Gedicht zu üben, welches die beiden bei ihrem Rundgang aufsagen wollen. „Ich hoffe, dass wir ganz viel Schokolade bekommen“, teilt Charlotte mit. „Genau“, stimmt Ruth mit ein. Sie können es kaum abwarten endlich, um die Häuser zu ziehen.

Auf das Gruselfest freuen sich nicht nur die Kleinen. Auch viele Erwachsene greifen zu schaurigen Masken, aufwendigen Körperbemalungen und selbst genähten Kostümen. So auch Detlef Rösner. Bereits zum sechsten Mal hat er nicht nur sich, sondern sein gesamtes Haus dem Anlass entsprechend hergerichtet. In den Hecken hängen abgetrennte Gliedmaßen, Zombies steigen aus der Erde und riesige Spinnen hängen von den Bäumen. Ein Anblick, der nichts für schwache Nerven ist. „Ich habe Spaß am Verkleiden und Erschrecken“, sagt Rösner freudig.

Mit seiner Vorliebe steht er nicht alleine da. Auch Ehefrau Silvia (47) und Sohn Thies (12) sind wahre Gruselfans. Bereits eine Woche vor Halloween fängt die gesamte Familie mit den Vorbereitungen an. „Jedes Jahr versuchen wir den Garten anders zu gestalten, damit es nicht langweilig wird“, sagt Mama Rösner. Spezialeffekte und Lichter sorgen für die gruselige Atmosphäre. Neu in diesem Jahr: eine lebensgroße Hexe. Wer sich auf das Grundstück der Familie traut, muss wachsam sein. In jeder Ecke lauert eine schaurige Überraschung. „Sobald es dunkel wird, schalten wir die Lichter an und es kann endlich losgehen“, meint Detlef Rösner aufgeregt. „Halloween ist die schönste Zeit ihm Jahr.“

Susanne Gidzinski

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