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Rostock Gut für die Babys: Neue Kinder-Klinik für die Hansestadt
Mecklenburg Rostock Gut für die Babys: Neue Kinder-Klinik für die Hansestadt
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05:45 31.01.2018
Mit mehr als 3200 Geburten pro Jahr zählt die Südstadt-Klinik schon jetzt zu den größten Geburtshäusern Deutschlands. Nun soll eine neue Kinder-Klinik her (Symbolbild). Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

In der Hansestadt soll die modernste Kinder-Klinik Deutschlands entstehen: Bei einem Spitzentreffen im Schweriner Gesundheitsministerium haben Stadt, Land und Uni-Klinik die ersten Weichen für den Bau eines neuen Eltern-Kind-Zentrums in Rostock gestellt. Die neue Klinik, die wohl mehr als 55 Millionen Euro kosten soll, wird nach Angaben von Steffen Vollrath, dem Direktor des SüdstadtKrankenhauses, unter anderem eine neue Geburtenstation, die Kinder-Chirurgie sowie die allgemeine Pädiatrie beheimaten. Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sagt der OZ nach dem Gipfel: „Wir brauchen ein Eltern-Kind-Zentrum im Nordosten Deutschlands, um eine hochqualifizierte und moderne Versorgung sicherzustellen.“

Klinik-Chefs: Standort-Frage ist unstrittig

Die Kinder-Klinik soll gemeinsam von der landeseigenen Uni-Medizin Rostock und dem städtischen Südstadt-Klinikum betrieben werden. „Wir wollen das Eltern- Kind-Zentrum – und wir wollen es gemeinsam betreiben. Rostock wird dadurch zum überregionalen Zentrum der Kinder-Medizin in unserem Land und wir werden den kleinen Patienten in der Einrichtung besser denn je helfen können“, sagt Christian Schmidt, der ärztliche Vorstand der Uni-Medizin. Und Schmidt lässt auch keinen Zweifel daran, wo die neue Klinik entstehen soll: „Der Neubau macht nur in der Südstadt Sinn. Jeder andere Standort wäre Quatsch.“ Schmidt verspricht sich von der neuen Kinder-Klinik auch in puncto Forschung und Lehre einen Schub: „Unsere Mitarbeiter warten auf das Projekt. Eine große Einrichtung wie diese ist auch ein Magnet für Experten. Das Eltern- Kind-Zentrum macht uns für angesehene Ärzte auf diesem Gebiet viel attraktiver.“ Südstadt-Chef Vollrath hat bereits sehr genaue Vorstellungen, wie die Klinik aussehen soll: „Die Geburtenstation wird aus unserem ,Altbau’ in den Neubau ziehen. Die Neonatologie – die Medizin für Neu- und Frühgeborene – ebenfalls. Aus der Uni-Klinik werden unter anderem die allgemeine KinderMedizin und auch die Kinder- Chirurgie zu uns ziehen.“ Dass zwei Kliniken zum Wohle kleiner Patienten sich zusammentun – „das ist bundesweit einmalig. Und auch in Sachen Forschung werden wir im Eltern-Kind-Zentrum neue Maßstäbe setzen.“

Baustart bereits 2020?

Eine endgültige Entscheidung zum Eltern-Kind-Zentrum soll nach dem Willen der Klinik-Chefs bereits zur Jahresmitte fallen. Doch bis dahin haben sie noch einige Hausaufgaben zu erledigen: „Die beiden Krankenhäuser und ihre Träger erarbeiten die detaillierte medizinisch-fachliche Konzeption sowie die Bau- und Betriebsplanung. Wenn diese Arbeiten erfolgt sind und die Ergebnisse zwischen den Krankenhäusern, ihren Trägern sowie der Landesregierung abgestimmt sind, können die nächsten Schritte erfolgen“, sagt Gesundheitsminister Glawe. So sollen die Kliniken unter anderem Nachnutzungskonzepte für die alte Kinder-Klinik im Hansaviertel und die bisherige Geburtsstation erarbeiten. „Wenn alles nach Plan läuft, wollen wir Anfang 2020 den Grundstein für das Bauvorhaben legen“, sagt Uni-Chef Schmidt. Der Bau werde dann mindestens zwei Jahre dauern.

Andreas Meyer

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