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Gutspark wird zur Großbaustelle

DUMMERSTORF Gutspark wird zur Großbaustelle

In der Gemeinde Dummerstorf hat die Sanierung begonnen. 3000 Kubikmeter Schlamm werden abgefahren.

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Bürgermeister Axel Wiechmann vor einem der Teiche im Gutspark: Es wird fleißig gebaggert.

Quelle: Michael Schißler

Dummerstorf. Da staunt selbst der Bürgermeister: „Das ist eine riesige Baumaßnahme, und ihr Ende ist noch nicht abzusehen.“ Dabei spricht Axel Wiechmann, Verwaltungschef in Dummerstorf, von der Sanierung des Gutsparkes. Mit gärtnerischen Arbeiten hat das bisher wenig zu tun. Im Gutspark drehen sich die Baggerkanzeln, und schwere Traktoren ziehen Anhänger durch das Dorf.

„Die Baufirma ist dabei, die beiden Teiche auszubaggern“, sagt Wiechmann, „und nun werden es wohl 3000 Kubikmeter Schlamm, die abgefahren werden müssen.“ Das sind nach seinen Schätzungen etwa 300 Touren durch das Dorf. „Die Bürger werden davon schon belastet, aber es lässt sich im Moment nicht anders machen“, sagt der Bürgermeister.

Der Schlamm wird auf einer Fläche im Dummerstorfer Ortsteil Schlaage zwischengelagert. „Der Schlamm muss raus, wenn wir auf Dauer etwas von den Teichen haben wollen“, sagt Wiechmann. Normalerweise würden in solchen Fällen Teiche bis auf die Lehmschicht ausgehoben, „die aber sehen wir noch nicht.“ Aber eins sieht er schon: „Da ist mehr Schlamm drin, als wir in der Ausschreibung für die Arbeiten angegeben haben.“

Die Sanierung des Parkes hatte die Gemeinde vor einigen Wochen in Angriff genommen. „Bis zum ersten März mussten die Baumfällarbeiten beendet sein“, erläutert Wiechmann. Und auch die hatten ein ziemliches Ausmaß erreicht. „In dem Park ist seit dreißig Jahren nichts mehr gemacht worden“, sagt der Bürgermeister. So waren dann die Büsche einer Buchenhecke bereits zu kleinen Bäumen geworden.

Bei der Parksanierung geht die Gemeinde den Mittelweg zwischen Denkmal- und Naturschutz. „Wobei der Denkmalschutz primär ist“, sagt Wiechmann. Man wolle dem Park schließlich wieder sein früheres Antlitz verleihen. „Deshalb haben wir auch auf die Naturdenkmäler, die besonderen Bäume, zu achten.“

Wiechmann freut sich auf jeden Fall, dass die Arbeiten im Park begonnen haben. „Wenn der fertig ist, dann haben die Dummerstorfer ein kleines Naherholungsgebiet mitten im Dorf. Und insgesamt wird der Bereich attraktiver“, so der Bürgermeister. Das danebenliegende Gutshaus sei in privater Hand und saniert, mit der Wiederherstellung des Parkes habe man eine historische Einheit, die einen Besuch wert sei. In dem Entwicklungskonzept des Gutsparkes sind unter anderem ein kleiner Festplatz und ein Spielplatz vorgesehen, auch bei dessen Anlage achte man auf ein einheitliches Bild, das sich mit dem Gutshaus ergeben soll. „Denn es nützt nichts, wenn wir nur etwas Schönes haben, man muss es auch nutzen wollen“, sagt Wiechmann.

Dieser begrüßt die Aktivitäten des Vereins Kultur im Gutshaus. Wenn jetzt das 300-jährige Bestehen des Gutshauses Ende Mai gefeiert wird, hofft er, dass die Sanierung des Parkes abgeschlossen ist.

180 000 Euro kostet die Verschönerung
Der Gutspark in Dummerstorf wird im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens saniert. Die gesamten Kosten belaufen sich auf 180 000 Euro. Davon bezahlt die Gemeinde gut 67 000 Euro, der Rest sind Fördermittel. Zum Teil kommen sie aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond. Die Arbeiten sind in drei Bauabschnitte untergliedert. In einem ersten Schritt geht es darum, den Park auszuholzen und die verbleibenden Gehölze zu pflegen. Diese Arbeiten sind abgeschlossen, lediglich das Totholz muss noch fortgeräumt werden. Derzeit läuft die Teichentschlammung. Wegen des instabilen Untergrunds mussten für die Baumaschinen Standflächen geschaffen werden, so dass Gefährdungen ausgeschlossen sind. Als nächster Schritt ist vorgesehen, das Wegesystem in dem Gutspark anzulegen. Diese Arbeiten werden voraussichtlich Mitte des kommenden Monats beginnen.

 



Michael Schißler

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