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Gymnasium fördert Erfindergeist

Stadtmitte Gymnasium fördert Erfindergeist

Naturwissenschaften, Musik oder Sprachen: Das Innerstädtische Gymnasium setzt auf Talente und Vielfalt.

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Stadtmitte. Die Schulflure des Innerstädtischen Gymnasiums (ISG) wirken hell und aufgeräumt. Bilder und kleine Ausstellungen zieren die Wände, ein großer Innenhof lädt zum Verweilen ein. Proberäume, Werkstätten und Projektzimmer reihen sich neben Fach- und Klassenräume. Hier hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich selbst neu zu erfinden. Für Teil 26 des OZ-Schulratgebers öffnete das Gymnasium am Goetheplatz seine Türen. „Unsere eigentliche Stärke ist die Vielfalt“, setzt Schulleiter Thomas Döring an und ergänzt: „Wir haben nicht nur drei Spezialisierungen, sondern auch neben dem Unterricht vielfältige und individuelle Angebote.“ Drei Säulen sollen den Schülern helfen, sich mit ihren Neigungen und Talenten näher auseinandersetzen zu können: Das naturwissenschaftliche Profil, der erweiterte Musikunterricht und eine sprachliche Spezialisierung. Die Klassenstärke an der staatlichen Schule reicht von 18 bis 28 Schülern, angestrebter Abschluss ist bei den meisten Jugendlichen das Abitur.

 

OZ-Bild
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Anton Kallis (18, rechts) und Philipp Marx (18) besuchen die 12. Klasse am ISG. Beim plastischen Gestalten im Kunstunterricht wird mit Werkzeugen wie Hammer, Meißel oder Schmirgelpapier gearbeitet.

Quelle: Fotos: Lea-Marie Kenzler

Zahlen & Fakten

842 Schüler besuchen das Innerstädtische Gymnasium.

2005 wurde das ISG gegründet. Es entstand aus dem Gymnasium „Große Stadtschule“ und dem Goethe-Gymnasium.

Ganztagsangebot: Erfinderclub

Das Ganztagsangebot des ISG ist eine bunte Mischung aus Sport, Musik und Handwerk. Beim Boxen in der Ospa Arena, Tanzen oder Volleyball kann sich regelrecht ausgetobt werden. Es gibt auch eine Geschichtswerkstatt, einen Medienkurs oder Modellbau. Besonders beliebt ist der Schulsanitäter-Dienst. Und mehr Gedanken über den Tellerrand fördert der Erfinderclub.

Förderangebot: Baccalauréat

Das AbiBac ist der gleichzeitige Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife und des Baccalauréats, der französischen Entsprechung zu unserem Abitur. Es ermöglicht den uneingeschränkten Zugang zu deutschen und zu französischsprachigen Universitäten und Hochschulen. Das ISG ist die einzige Schule in Mecklenburg-Vorpommern, die den AbiBac-Abschluss anbietet.

Unterricht: Neigungsklassen

Besondere Interessen der Schüler werden in den Neigungsklassen Musik, Naturwissenschaften und Französisch durch ein spezialisiertes Angebot gefördert. Von Klasse sieben bis zwölf werden in diesen Klassen die Neigungen der Schüler durch spezielle Kurse, Projekte und Wettbewerbe unterstützt. Lernzeiten, Exkursionen und kreative Angebote sind Teil des Schulalltags.

Lehrer: Beratung und Profession

65 Lehrer und fünf Referendare sind momentan am ISG tätig. Es gibt auch eine Schulsozialarbeiterin, die für Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen ansprechbar ist und als Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe agiert. Beratung erhalten die Schüler verstärkt bei der Lebensplanung und beruflichen Orientierung. Auch die Integrationsarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil.

Zur naturwissenschaftlichen Förderung gehört das Lernen in mathematisch-naturwissenschaftlichen Klassen. Die Ergebnisse werden regelmäßig beim Schülerwettbewerb „Jugend forscht“ präsentiert – mit großem Erfolg. Als Bundespreisträger haben es drei Schülerinnen des ISG sogar bis nach Bangkok zu den „National Science and Technologie Fair 2017“ geschafft. „Vierzig Prozent des Unterrichts finden an dritten Lernorten statt“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Regine Koch. Dann tauschen die Schüler der Oberstufe das Klassenzimmer gegen die wissenschaftliche Praxis ein.

Ebenso erfolgreich erarbeitet die Schule unter der Leitung von Markus Riemer zahlreiche musikalische und schauspielerische Projekte. „Ich kann meine große Leidenschaft für die Bühne am ISG ausleben und weiterentwickeln. Das ist ein tolles Angebot“, sagt Schülerin Anja Barnert. Die 16-Jährige hat durch das Schulmusical „Schnuggel“ einen Entschluss gefasst: „Ich möchte später gern am Theater arbeiten.“

Zum musischen Profil gehört zudem die Arbeit in den Fächern Musik, Kunst und Musikensemble, auch der Wahlpflichtunterricht Chor und Band richtet sich an musisch begabte Schüler. In Instrumentalgruppen, Keramik-, Fotografie- und Reporter-Kursen wird ebenfalls getüftelt und erforscht.

Zu den Bandmitgliedern gehört auch Simon Johannssen. Der Schülersprecher vertritt nicht nur die Anliegen seiner Mitschüler im Stadtschülerrat, in der Pop-Rock-Band sitzt er abwechselnd hinter Klavier, Schlagzeug und Gitarre. Zusätzlich organisiert der 17-Jährige mit seinen Mitschülern die UNO-Modellkonferenz „Balmun“. „Wir stellen eine Generalversammlung nach und laden Schüler aus der ganzen Welt an unsere Schule sein“, so Johannssen. Dann werden an der UNESCO-Projektschule Themen der Gegenwart und Zukunft besprochen und verhandelt.

Die besondere Förderung der französischen Sprache zeigt die Doppelqualifikation „AbiBac“. Schüler haben die Chance, mit dem Abitur das französische Baccalauréat abzulegen. Ob Französisch, Spanisch, Latein oder Schwedisch, die Wahl trifft der Schüler. Sogar Plattdeutsch könne an der Ganztagsschule gelernt werden.

„Wir stellen uns auf die Individualität unserer Schüler ein, geben ihnen einen Raum, sich zu entfalten und neu zu erfinden“, erklärt Schulleiter Döring. Neu erfunden wurde gerade erst das Schulfach Informations- und Medienkunde – Damit die Schüler sich auch in diese Richtung orientieren können.

Ausstattung: eigene Bibliothek

Das ISG hat eine große Bibliothek mit Arbeitsplätzen für die Schüler. Mehrere Werkstätten für Keramik-, Foto- und Modellarbeiten werden im Unterricht genutzt. Es gibt Proberäume, eine große Aula und zwei Turnhallen. Neben dem großen Innenhof gibt es einen Sportplatz. Einen Internetzugang hat jeder Raum, kabelloses Internet für Lehrer und Schüler befindet sich im Aufbau.

Lea-Marie Kenzler

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