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Ha, ha, ha — das Geheimnis des Lachens

Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt Ha, ha, ha — das Geheimnis des Lachens

Die Rostocker Kinder-Uni ist gestern heiter ins neue Semester gestartet — mit Kabarettist Michael Ruschke.

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Komisch: Michael Ruschke (v. l.) mit den Perücken-Trägern Philipp (5), Isabel (10), Leonie (9) und Max (11) in der Kinder-Uni.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Wenn sich heute irgendwo in einer Rostocker Schule ein Kind im Unterricht meldet und dann plötzlich einen Witz erzählt, dann war es vermutlich gestern in der Kinder-Uni, eine Aktion der Universität Rostock und der OSTSEE-ZEITUNG. Das neue Semester hat gestern begonnen — mit Kabarettist Michael Ruschke als Dozent. Thema: Das Geheimnis des Lachens — muss aber unter uns bleiben.

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Komisch: Michael Ruschke (v. l.) mit den Perücken-Trägern Philipp (5), Isabel (10), Leonie (9) und Max (11) in der Kinder-Uni.

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„Wer hat heute schon gelacht?“, fragt Ruschke in den Saal, und die Antwort ist klar: alle. „Und wie fühlt ihr euch?“ — „Gut!“ Das sei ja auch kein Wunder, denn Lachen sei unglaublich gesund, erklärt Ruschke. Immerhin würden dabei gleich 80 Muskeln auf einmal trainiert. Darauf baue auch die Arbeit der „Rotznasen“ auf. Schon der Name der Klinik-Clowns bringt das Kinder-Publikum schon wieder zum Lachen. Direkt vor der Veranstaltung haben die beiden Clowns auf ihrem schwierigen Weg über die Hörsaalbänke nach ganz oben für Situationskomik gesorgt.

Lachen — eine kleine Wissenschaft. So gebe es drei Arten von Lachen: das offene Hahaha, das peinlich berührte Hohoho sowie das heimliche Hihihi. Und wie funktioniert ein Witz? Meistens mit Überraschungen. Oder mit komischen Situationen — wie den Clowns auf den Bänken. Oder aber ganz klassisch — mit Dick und Doof. Das Auditorium verfolgt vergnügt die Filmszene, in der Stan Laurel Oliver Hardys qualmendes Gesäß mit einem Eimer Wasser zu löschen versucht — und danach Ollis Versuch, Stan den Eimer an den Kopf zu werfen.

Und Ruschke verrät noch ein paar Tipps zum Witzeerzählen. In der Kürze liegt die Würze — kurze Witze brächten oft die meisten Lacher. Außerdem gelte: Wer den Witz schon kennt, verhält sich ruhig, bis der Erzähler fertig ist. „Lieber am Ende gemeinsam lachen, als den Witz verraten!“

Ein paar Witze dürfen dann auch die kleinen Studenten erzählen. „Sagt der Walfisch zum Thunfisch: ,Was sollen wir tun, Fisch?‘ Darauf der Thunfisch zum Walfisch: ,Du hast die Wahl, Fisch.‘“ Dayo (6) aus Gehlsdorf hat damit schon erkannt, dass auch die deutsche Sprache viel Ulkpotenzial bietet. Das weiß auch Michael Ruschke, der einen Sketch spielt, in dem ein Räuber eine Frau überfällt, die offenbar mit Knete, Mäusen, Kröten, Kies, Schotter und Kohle eben kein Geld verbinden kann.

Einem chinesischen Hüter des Lachens alias Michael Ruschke im Seidenumhang müssen die Kinder dann aber noch „einen gloßen Eid schwölen, einen heiligen Schwul“. Großes Gelächter. „Abgackeln, Losplusten mit Muttel und Vatel, Schwestel und Bludel und allen Fleunden blingt immel gute Laune.“ Und Ruschke empfiehlt: Wenn der Lehrer schlecht drauf ist — einfach mal einen Witz erzählen!

 



Ove Arscholl

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