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Rostock Halbnackte „Chippendales“ heizen Frauenherzen ein
Mecklenburg Rostock Halbnackte „Chippendales“ heizen Frauenherzen ein
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05:56 04.12.2017
Ausziehen, anziehen, Frauen in den Wahnsinn treiben: Die Chippendales am Sonnabend in der Rostocker Stadthalle. Quelle: Foto: Ove Arscholl
Rostock-Südstadt

Ist das Photoshop? Kann ich das anfassen? Diese Fragen raunen durch das Publikum, wenn sie nicht gerade durch ohrenbetäubendes Kreischen der weiblichen Fans übertönt werden. Mit „das“ sind offensichtlich die durchtrainierten Körper der „Chippendales“ gemeint, die sich abwechselnd tanzend und singend, räkelnd oder auch auf Rollschuhen auf der Bühne der Rostocker Stadthalle präsentieren – in knappen Outfits, die im Minutentakt gewechselt oder auch gleich wieder ausgezogen werden. Folge: Kreischen, Klatschen und Jubeln – die Showtanzgruppe aus den USA treibt 1300 Rostocker Frauen und eine Handvoll Männer in eine Massenhysterie.

1300 meist weibliche Fans feiern in der Rostocker Stadthalle die Showtanzgruppe aus den USA.

Auf ihrer „Best Night Ever Tour 2017“ besuchen die Chippendales über 40 Orte in Deutschland und bescheren den Fans im wahrsten Sinne des Wortes ihre beste Nacht. Seit über 30 Jahren lassen die durchtrainierten Amis weltweit auf Bühnen ihre Hüften kreisen und kunstvoll die Hüllen fallen.

Nadine Grünberg ist bereits zum sechsten Mal im Publikum dabei. „Die Chippendales sind der Hammer. Genau das Richtige für einen Abend mit den Mädels“, schwärmt die 25-Jährige aus Grevesmühlen, die mit ihren vier Freundinnen nach Rostock gekommen ist. Und ihre Männer? „Die bleiben daheim und hüten die Kinder. Wir sollen uns Appetit holen. Aber gegessen wird zu Hause!“, sagen die Frauen und lachen. Simone Groszczyk aus Thulendorf muss noch ihre Stimme ölen, damit sie während der Show alles geben kann. „Ich werde kreischen, bis ich heiser bin“, verspricht die 35-Jährige. Dass das Programm auf Englisch ist, sei kein Problem für die Freundinnen. „Man versteht ganz genau, was die Männer auf der Bühne von einem wollen", sagt Simone Groszczyk.

Und was wollen sie? Nach nicht einmal fünf Minuten reißen sich die braungebrannten Muskelprotze die Feinripp-Shirts vom Leib, schmeißen sie ins Publikum, springen von der Bühne, um vor einigen sichtlich glücklichen Auserwählten zu tanzen und die ein oder andere Hand an den nackten Oberkörper zu schmiegen. Noch glücklichere Auserwählte dürfen mit auf die Bühne. Dort geht es heiß zur Sache:

Eine Dame soll einem der Kerle ein Kondom über seine Banane streifen. Natürlich ist hierbei die gelbe Frucht gemeint – der Rest wird der Phantasie überlassen. Belohnt wird sie mit einem persönlichen Striptease: Das Publikum erblickt einen knackigen Hintern, die Auserwählte darf einen flüchtigen Blick auf die Vorderseite erhaschen, bevor das Licht im Saal ausgeht. Die Chippendales schlüpfen in ihre nächsten Klamotten.

Je mehr Männer-Hosen und Unterhosen fallen, desto mehr Frauen aus dem Publikum springen von ihren Sitzen, tanzen und jubeln – das Kreischen nicht zu vergessen. Abwechselnd zur Partystimmung erklingen romantische Schnulzen. „Wir sind begeistert, dass die Jungs auch noch singen können“, erzählt Sophie Wenning, die mit Freundin Jana Trojahn zum dritten Mal dabei ist. Spontan haben sich die 22- und 23-Jährige für den Abend ein weißes Hemd mit schwarzer Fliege zugelegt, dem Markenzeichen der Chippendales.

Einer der wenigen Männer im Publikum ist Maik Bonk aus Schwerin. „Einer muss ja die Mädels fahren“, erklärt der 47-Jährige. Nach einer Weile muss aber auch er gestehen: „Die Show an sich ist schon der Kracher!“

Für diejenigen, die sich auch einmal den Kopf von den Muskelpaketen verdrehen lassen wollen, gibt es gute Neuigkeiten: Am 30. November 2018 lassen die Amis wieder ihre Hüllen in Rostock fallen.

Julia Graßmann

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