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Rostock Hansa-Junioren in Pokalfinals gegen Schwerin gefordert
Mecklenburg Rostock Hansa-Junioren in Pokalfinals gegen Schwerin gefordert
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00:00 04.05.2016
Hansas U-17-Stürmer Marvin Runge (l.) war zuletzt meistens Ersatzspieler. Im Landespokal-Finale gegen seinen Ex-Klub FC Mecklenburg Schwerin könnte er morgen von Beginn an auflaufen. Quelle: Tommy Bastian

Für die Nachwuchskicker des FC Hansa Rostock geht es ab heute im Niklotstadion in Güstrow um die begehrte Krone des Landespokals. Mit den beiden Regionalliga-Teams der U 19 und U 17 und dem Spitzenreiter der C-Junioren- Landesliga, der U 13, sind drei Teams des FCH für die Schlussrunde qualifiziert. Allesamt müssen gegen Teams des FC Mecklenburg Schwerin ran.

A-, B- und D-Junioren des Fußball-Drittligisten wollen Titel-Triple in Güstrow holen / U-17-Akteure müssen Belastung aus Länderpokal-Turnier trotzen

Den Auftakt machen die D-Junioren heute um 16.30 Uhr. „Wir freuen uns schon auf dieses Finale“, sagt Hansa-Trainer Philip Tillmann. Seine Mannschaft startet im Ligabetrieb bereits bei den bis zu zwei Jahre älteren C-Jugendlichen, führt die Tabelle trotzdem mit 46 Punkten vor dem Güstrower SC (45) an. Das Spiel gegen die gleichaltrigen Kontrahenten aus Schwerin ist etwas Besonderes.

„Wir haben die Saison nur auf Großfeld gespielt. Auf Kleinfeld ist das schon eine Umstellung. Allerdings ist es für uns auch eine Art Landesmeisterschaft. Deswegen wollen wir unbedingt gewinnen“, fordert der 27-Jährige, dessen Schützlinge im Training vor dem Finale noch eine Schippe draufgelegt haben. „Jeder will dabei sein und zeigen, dass wir die beste Mannschaft im Land sind“, sagt Tillmann.

Um 18.30 Uhr trifft dann die U 19 des FC Hansa auf die Konkurrenz aus der Verbandsliga. Erst am vergangenen Sonnabend setzte sich die Elf von Trainer Paul Kuring im Halbfinale gegen Anker Wismar souverän mit 11:0 durch. Die Kontrahenten aus Schwerin besiegten eine Woche zuvor das Überraschungsteam aus Hagenow 2:1.

Hansa geht als klarer Favorit ins Rennen, doch Kuring warnt vor den Westmecklenburgern. „In Schwerin wird gute Arbeit geleistet. Die Verantwortlichen werden sich gut vorbereitet haben“, vermutet der A-Lizenzinhaber. Dennoch will Kuring den Titel, um in der kommenden Saison im DFB-Pokal antreten zu können. „Zwar hat die Liga Vorrang, aber als Ausbildungsverein wäre die Qualifikation wichtig für uns“, befindet der A-Junioren-Coach.

Personell wird der Übungsleiter wenig experimentieren. „Vielleicht wechsle ich auf ein, zwei Positionen. Wir haben am Sonnabend ein wichtiges Nachholspiel gegen den 1. FC Frankfurt“, erklärt Kuring.

Er will gegen die Oderstädter (19 Punkte) eine eingespielte Truppe aufs Feld bringen, um sich mit einem Sieg und dann acht Zählern Vorsprung von allen Abstiegssorgen in der Regionalliga zu befreien.

Anders sieht die Situation bei der U 17 aus. Am Donnerstag (12.15 Uhr) wird Trainer Marco Vorbeck voraussichtlich eine runderneuerte Mannschaft gegen den Spitzenreiter der B-Jugend-Verbandsliga aufs Feld schicken. „Unsere Priorität liegt ganz klar auf dem positiven Abschneiden in der Liga. Wir haben gute Chancen aufzusteigen und müssen bei der Belastung unserer Spieler genau hinsehen“, warnt der Ex-Profi, der zum Abschluss der Finaltage mit seinem Team gegen die Schweriner ranmuss. Auch seine Equipe muss am Sonnabend im Nachholspiel der Regionalliga gegen Frankfurt/Oder ran.

Weil ein Großteil der Hansa- Mannschaft bis gestern beim DFB- Länderpokal der U-16-Junioren in Duisburg verweilte, benötigt der eine oder andere Akteur eine Pause. Die MV-Landesauswahl belegte den 17. Platz von 22 Teams, absolvierte vier Partien binnen fünf Tagen. „Der Pokaltermin passt nicht. Die Jungs sind platt und müssen gleich wieder ran. Da wird den Spielern sehr viel abverlangt“, kritisiert Vorbeck. Dennoch fordert er: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, das gilt auch für den Pokal.“

Von René Warning

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