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Hausbesitzer sucht neuen Mieter für leeres Geschäft

DUMMERSTORF Hausbesitzer sucht neuen Mieter für leeres Geschäft

Die Postfiliale im Pankelower Weg soll den Dummerstorfern weiter zur Verfügung stehen, wenn Nahkauf schließt. Der Standort ist geeignet für eine Existenzgründung.

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Der Supermarkt am Pankelower Weg in Dummerstorf wird zum Monatsende geschlossen werden.

Quelle: Michael Schißler

Dummerstorf. Wenn der Nahkauf-Supermarkt in Dummerstorf wie geplant zum Ende des Monats seine Türen schließen wird, müssen die Dummerstorfer derzeit nicht um ihre Poststelle bangen.

Sie wird aktuell noch von den Mitarbeitern des Supermarktes zusätzlich betreut. „Ich habe der Post zugesagt, dass sie weiterhin an ihrem Platz bleiben kann“, sagte gestern Karl-Heinz Krause, Eigentümer des Gebäudes, in dem der Supermarkt sein Domizil gefunden hatte.

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Der Supermarkt am Pankelower Weg in Dummerstorf wird zum Monatsende geschlossen werden.

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„Wenn Nahkauf schließt, müssen wir eben Wege finden — vielleicht die Zugangsmöglichkeiten ändern — damit die Post weiterhin ihre Dienste anbieten kann“, sagt Krause. Der Eigentümer der Immobilie ist unterdessen auf der Suche nach einem neuen Mieter für die Verkaufsräume des Supermarktes. In den gestrigen Vormittagsstunden „habe ich dazu vier Gespräche geführt“, berichtet Karl-Heinz Krause und unterstrich damit seine Bemühungen, wieder einen Handelsbetrieb am Pankelower Weg in Dummerstorf anzusiedeln. Indes: „Leicht ist das im Lebensmittelhandel im Augenblick nicht“, so der Unternehmer.

Deswegen hat er auch andere Möglichkeiten erwogen, „damit in dem Dorfzentrum das Leben bleibt, denn das ist mein erstes Ziel“. Das hat seine Gründe: „Ich habe das Dorfzentrum 1998 für 6,5 Millionen Mark gebaut, um damit auch etwas für Dummerstorf zu tun“, sagte Karl-Heinz Krause, der in seinen Bemühungen offenbar auch nicht erfolglos ist. Eine regionale Bank habe jetzt Interesse an anderen — nun bereits leer stehenden— Flächen in dem Komplex bekundet.

„Es waren wirtschaftliche Gründe, die mich zu dem Entschluss gebracht haben, mein Geschäft in Dummerstorf zu schließen“, sagt Jürgen Bobsien. Der Lebensmittelhändler aus Zarrentin bewirtschaftet mehrere Supermärkte, Dummerstorf allerdings fällt etwas aus der Reihe: „Ich muss bis dahin immer 150 Kilometer fahren.“ Das ist für einen Unternehmer, der sich gegen einen neu angesiedelten Discounter im Dummerstorfer Markt halten will, eine lange Strecke. „So ein Laden muss von einem Unternehmer am Ort betreut werden“, sagte Bobsien. „Der kann sich dann damit eine Existenz aufbauen.“

Für einen solchen Interessenten wäre Bobsien ebenso dankbar wie Karl-Heinz Krause. „Ich habe vor fünf Jahren 58 000 Euro in die Ausstattung gesteckt, die ist auf einem modernen Stand“, so Bobsien.

„Geld wirft auch das Bistro ab“, fügt er hinzu, ebenso wie die Postfiliale.“ Darauf könne man als junger Unternehmer aufbauen. Von seinen sieben Mitarbeitern habe keiner Interesse daran, das Geschäft zu übernehmen, „weil sie alle über 50 Jahre alt sind“. Bobsien würde sie gern in andere Betriebe übernehmen, „aber da ist die Anfahrt einfach zu weit“. Für einen Existenzgründer sieht auch Krause gute Chancen. Der Hausbesitzer ist auch gewillt, Umbauarbeiten in Auftrag zu geben, wenn das neue Mieter wollen.

Bürgermeister Axel Wiechmann sagte gestern: „Leerstand ist für eine Gemeinde nie gut.“ Auch er sah angesichts der umliegenden Wohngebiete und einer benachbarten Schule „gute Rahmenbedingungen für einen Lebensmittelhandel“. Derzeit sind in dem Gebäude an der Pankelower Weg noch ein Bäcker, ein Blumenladen und ein Friseurgeschäft beheimatet. Zum Komplex gehören auch vermietete Wohnungen.

 

Michael Schißler

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