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Hier gibt´s keine Kleider und Anzüge von der Stange

A 2sp 42 16 Hier gibt´s keine Kleider und Anzüge von der Stange

Maßschneider Kiefer präsentierte seine Sommer-Kollektion im eigenen Atelier.

Eigentlich hat Andreas Kiefer (50) Sonnenschein bestellt, doch es bleibt kalt. „Deswegen holen wir uns den Frühling ins Atelier.“ Dafür orderte er sechs Männer- und Frauenmodells, die mit ihren 42 individuellen Kleidern und Anzügen frühlingshafte Gefühle versprühten. Dazu gab es ein Gläschen Sekt und Leckereien.

„Es war facettenreich. Ich fand's gut“, sagt Katharina Stark (25), die zusammen mit ihrem Freund Sascha Tscherpel (24) die Modenschau besuchte. „Viel Festliches war dabei, weniger etwas für den Alltag“, kommentiert Tscherpel, der schon ein Jacket von Kiefer hat. Das gute Stück ist dunkelblau und tailliert. Klamotten von der Stange? Das lehnt der Student ab, denn wenig davon gefällt ihm. Auch sei oft die Qualität nicht die Beste. Besonderes lässt er sich daher auch gern etwas kosten: 500 Euro hat er für das Kiefer-Jacket bezahlt. Da steckten aber auch 30 Arbeitsstunden drin. „Das ist nicht zu teuer.“ Es sei wichtig, das regionale Handwerk zu fördern, ergänzt Freundin Katharina.

Auch Gregor Feldmeier (31) ist Kunde bei Kiefer. Von dem lässt er sich bereits erworbene Hosen und Jacken umnähen. „Ich gehe gern hier her, denn so eine gute Beratung habe ich anderswo in Rostock noch nicht gefunden“, schwärmt der Arzt. Die bei der Modenschau gezeigten Anzüge findet er interessant. Selbst tragen würde er sie aber nicht. „Mir fehlen die Sachen zum Kombinieren.“ Eine Kundin, die Kiefer durch seine Modenschau ganz für sich gewonnen hat, ist Heide Peters (69). Sie möchte sich ein Sommerkleid vom Designer entwerfen lassen.

„Braun und knielang soll es sein“, wünscht sie sich. Warum sie zu Kiefer geht? Weil er gut nähe.

Beate Evert (41) ist bisher noch nicht in den Genuss des kreativen Geschicks von Kiefer gekommen. „Aber ich werde mir bestimmt mal etwas Schönes anfertigen lassen.“ Die Friseurmeisterin hat sich passend zur Kleidung, Anregungen für mögliche Haarmoden geholt. Auch ihr Mann Axel (48) und Tochter Livinia (8) waren begeistert von den individuellen Schnitten und Formen der Kleider. Selbst dem Model Stephanie Steuer (33) gefielen die Outfits, die sie vorführte. „Das schwarze Samtkleid mit dem hohen Schlitz ist mein Favorit.“ Auch im Alltag mag sie Hingucker. „Das ist mein Geschmack.“

Melanie Ströer (24) ist modebewusst. Sie mag es sportlich-elegant. Gleichzeitig solle es tragbar sein. Ein bunter Mix, so wie auch die Modenschau, die etliche Höhepunkte bot: wie ein blau-grauer Karoanzug oder ein extravaganter Brokatfrack, so wie ihn Thomas Gottschalk schon prominent trug.

Die Ideen zu den Stücken kommen Kiefer bei der täglichen Arbeit. „Unsere Kunden möchten ganz persönliche Kleidung.“ Seine Pläne: „Wir wollen unsere eigene Linie kreieren.“

OZ

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