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Rostock Hier zählt besonders der Zusammenhalt
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03:40 07.02.2018
Unterrichtsalltag in Groß Klein. Dort lässt es sich gut lernen. Die Räume in der Störtebeker-Schule sind hell und freundlich. Das Seeräuber-Motto zieht sich durch Klassen- und Arbeitsräume. Auf dem Schulhof steht eine Kogge zum Klettern. Quelle: Fotos: Philip Schülermann
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Groß Klein

Die Störtebeker-Schule in Groß Klein trägt nicht nur den Namen des berühmten Seeräubers, das Thema ist auch in vielen Räumen der Ganztagsschule wiederzufinden.

270 Mädchen und Jungen werden unterrichtet. Die Atmosphäre ist familiär. Der Fokus im Schulalltag liegt auf der Vorbereitung für das Berufsleben.

Lehrer: Zusätzliche Kräfte

Neben den Lehrern kümmern sich Sozial- und Sonderpädagogen um die Schüler. Auch ein Bundesfreiwilligendienstler ist an der Schule beschäftigt. Darüber hinaus gibt es eine Kraft, die als Berufseinstiegsbegleiter arbeitet. 2015 kam die Lehrerin des Jahres von der Störtebeker-Schule. Der Vertrauenslehrer wird von den Schülern gewählt; es gibt vertrauliche Sprechstunden.

Verpflegung: Warme Speisen

Die Störtebeker-Schule bietet eine Mittagsverpflegung für ihre Schüler an. Allerdings ist die Zahl der dort essenden Kinder klein. Lediglich rund 30 Schüler nehmen das Angebot in Anspruch. Der Grund:

„Die meisten Schüler wohnen im unmittelbaren Umkreis“, sagt Schulleiterin Sieglinde Elstner. Das Thema Ernährung wird zusätzlich im Unterricht und in Projekten aufgegriffen.

Mehr als 30 Pädagogen

270 Schüler besuchen die Störtebeker-Schule.

25 Lehrer unterrichten an der Ganztagsschule. Hinzu kommen Referendare, Sonder- und Sozialpädagogen sowie Berufseinstiegsbegleiter.

Ausstattung: Helle Räume

Architektonisch wie technisch ist die Schule gut ausgestattet: Es gibt sowohl Misik- als auch Kunsträume, Turnhalle, Sportplatz und Labor. Außerdem verfügt die Störtebeker-Schule über eine Küche und Internetzugängen in allen Räumen. Zusätzlich gibt es einen Computerraum, ebenso eine Aula und eine Bibliothek. An den Schulhof grenzen Grünflächen.

Freizeitangebot: Kunst und Kultur

Als Ganztagsschule bietet die Störtebeker-Schule in Groß Klein zusätzliche Freizeitangebote für die Kinder und Jugendlichen. Die Möglichkeiten reichen von Musik, zum Beispiel Keyboardspielen, über Fußball bis zu kulturellen Aktivitäten wie eine Theatergruppe. Die Schule hat außerdem einen Fotokurs für die Schüler im Programm. Außergewöhnlich ist „Yoga für Kids“.

Förderangebote: Zukunft im Blick

Besonders gefördert wird der Einstieg ins Berufsleben. Darauf werden die Schüler an der Störtebeker-Schule intensiv vorbereitet. Seit 2002 hat sie ein eigenes Konzept und hat dafür 2008 den Bundesschulpreis für herausragende Berufsvorbereitung erhalten. Zur Unterstützung sind zusätzliche Kräfte beschäftigt. Die Schule kooperiert zudem mit rund 50 Unternehmen.

Vor dem Gebäude: Eine Kogge aus Holz. In Sachen Bildung setzen die Pädagogen auf Berufsvorbereitung und individuelle Beratung ihrer Schüler.

Die Schülerschaft ist vergleichsweise klein. 270 Schüler besuchen den Unterricht. „Das ist eine gute Größe. Wir sind familiär, und jeder kennt jeden“, sagt Schulleiterin Sieglinde Elstner. Seit 1990 leitet sie die Schule. 22 Kinder sitzen durchschnittlich in einer Klasse. Das Motto der Einrichtung: „W.I.R“ – Wertschätzen, Integrieren, Respektieren. Eigene, einst selbst entwickelte Schulplaner helfen Kindern, Eltern und Lehrern. In ihnen werden alle Noten oder auch Unpünktlichkeiten notiert. Und: „Es gibt kein Sitzenbleiben. Die Schüler sollen im Verbund bleiben“, so die Schulleiterin.

Damit die Schüler gut auf den Berufseinstieg vorbereitet werden, kooperiert die Ganztagsschule mit rund 50 Firmen, beschäftigt eigens Personal, das in beruflichen Fragen hilft. Und persönliche Beratung und Betreuung gibt es auch in Alltagsfragen. Inga Przybyla-Roß ist Sozialarbeiterin und hat ein Büro in der Schule. „Ich helfe bei schulischen Anliegen – aber auch, wenn es um Freunde und Familie geht“, sagt sie. Die Gespräche seien natürlich vertraulich, betont sie.

Miriam aus der 8b will Ärztin werden, „um Menschen zu helfen“, erzählt sie. „In den Pausen gehe ich am liebsten raus oder in Ingas Raum.“ Seit 2001 ist Sozialpädagogin Przybyla-Roß an der Schule und kennt viele Familien. „Das schafft Vertrauen“, sagt sie.

„Die Lehrer sind entspannt – also meistens“, sagt Achtklässlerin Lea und lacht. Ihr Lieblingsfach: Biologie.

Der Hof ist auch nach dem Unterricht immer offen. „Die Schüler wohnen ja auch hier in Groß Klein“, sagt Sieglinde Elstner. Im Stadtteil sei die Schule „eine wichtige Konstante“.

Der 16-jährige Mehdi ist allein aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Pausen und Freizeit nutzt er, um Freunde zu treffen und Fußball zu spielen. „Mir gefällt es sehr gut hier an der Schule“, sagt er. Wie Lea gefällt ihm der Bio-Unterricht.

Philip Schülermann

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