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Rostock Hobbygärtner starten später in den Lenz
Mecklenburg Rostock Hobbygärtner starten später in den Lenz
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00:22 25.04.2018
Annett Zschäbitz pflanzt für ihre Gäste Hornveilchen und Kräuter in ihren Garten. Quelle: Foto: Lara Lichtenthäler (2)

Nachdem Schnee und Eis noch zu Ostern das Land bedeckten, startete nun auch Mecklenburg-Vorpommern mit hohen Temperaturen und reichlich Sonnenschein in den Frühling. Auf den Wiesen und Feldern kommen die ersten Pflanzen aus dem Boden. Mit ihnen startete auch die Gartensaison.

Hannelore Neurohr (67) pflanzt besonders gern Hornveilchen in ihren Garten. Die blühen bis August.

Die Baumärkte füllen sich mit Hobbygärtnern, die mit jeder Menge Pflanzen und Saatgut wieder herauskommen. Der verspätete Lenz sorgte jedoch für einen späteren Beginn der Gartensaison. Durch die lange Kälte und den dicken Schnee begann die anstehende Gartenarbeit später als normalerweise.

„Der Start der Gartensaison verzögerte sich um etwa drei Wochen“, rechnet Thomas Heinemann, Geschäftsführer des Rostocker Gartencenters Grönfinger, vor. „Das Problem an dem langen Winter war für die Pflanzen weniger der Schnee, als vielmehr der Kahlfrost.“

Durch die kalten Tage Anfang März warfen zum Beispiel immergrüne Gewächse wie Kirschlorbeer in den folgenden Wochen teilweise ihre Blätter ab. Die Frühblüher hatten mit den kalten Temperaturen weniger Probleme, kamen dieses Jahr aber auch später aus dem Boden.

Hannelore Neurohr störte der verspätete Frühlingsanfang wenig. Sie freute sich, ihre gekauften Blumen nun in die Erde bringen zu können. „Die Hornveilchen blühen bis August und der Garten wird dadurch schön bunt“, sagte die 67-Jährige. Sie bepflanzt ihren Garten seit 19 Jahren mit Leidenschaft. „Da gehört auch das Unkraut jäten dazu, was in meinem kleinen Garten allerdings kein Problem ist.“ Um Gemüse anzupflanzen, ist in ihrem Garten allerdings kein Platz. Anders ist es beim Ehepaar Schulz. In ihr Gewächshaus setzten sie unter anderem Salate und Kräuter. „Aus dem eigenen Garten schmeckt das doch auch am besten“, meinte Brigitte Schulz. Die 69-Jährige ist gelernte Gärtnerin und machte so ihr Hobby zum Beruf. „Ich komme von einem großen Bauernhof. Da war es normal, vieles selbst anzubauen“, meinte sie. Soviel ist es heute zwar nicht mehr, aber einige kleine Beete mit Salaten und Blumen blieben doch noch.

Für ihre Pension war auch Annett Zschäbitz im Gartencenter unterwegs. Sie baut einige Kräuter und Blumen an, würzt damit Speisen und dekoriert ihr Speisenangebot. Besonders beliebt sind die lang blühenden Hornveilchen. Diese zählen mit zu den ersten Blumen, die meist schon im März gepflanzt werden. Durch ihre Frostverträglichkeit schadet ihnen auch ein erneuter Wintereinbruch nichts.

„Hornveilchen sind nicht nur eine schöne Deko auf dem Frühstücksbufett, sondern auch essbar. Deswegen garnieren wir gern unser Essen damit“, verriet die 48-Jährige. Kräuter wie Salbei und Rosmarin mischt sie in ihre Salate mit Schafskäse.

Neu für sich entdeckt hat Zschäbitz essbare weiße Rosen: „Die Blütenblätter könnte ich mir gut in einem Glas Wasser mit einem Spritzer Zitrone vorstellen.“

Jetzt kommen allerdings nur frostunempfindliche Pflanzen in den Garten. „Nach den Eisheiligen möchte ich auch noch Gladiolen kaufen und diese einpflanzen“, sagte Hannelore Neurohr. Die Eisheiligen stellen sich meist Mitte Mai an drei bis fünf Tagen ein. Danach sollte es auch nachts keinen Frost mehr geben.

Neben den Pflanzarbeiten sind die Hobbygärtner jetzt damit beschäftigt, die Böden umzugraben und Rosen sowie einige andere Pflanzen zu beschneiden. Bei Kirsch- und Walnussbäumen geschieht dies allerdings erst im Sommer, da die Schnittstellen schlecht verheilen.

Lara Lichtenthäler

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