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Rostock „Ich bin für den Frieden hier“
Mecklenburg Rostock „Ich bin für den Frieden hier“
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00:01 09.05.2017
Dietmar Bartsch (Die Linke) während seiner Ansprache anlässlich des Tages der Befreiung in Rostock. Quelle: Foto: Lea–marie Kenzler

Es ist der 8. Mai, es ist der Jahrestag der Befreiung. Befreiung vom Hitlerfaschismus, vom Nationalsozialismus, vom Nazi-Regime und dem wohl dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Dieser Tag steht für das Ende des Zweiten Weltkrieges. Anlässlich des 72. Jahrestages rufen Veranstaltungen in der ganzen Welt zum Erinnern, Gedenken und Mahnen auf. Auch auf dem Ehrenfriedhof der gefallenen Soldaten und Offiziere der Roten Armee am Puschkinplatz in Rostock fand eine Kundgebung statt.

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Tag der Befreiung ein staatlicher Gedenktag, in Frankreich, Tschechien und der Slowakei ein gesetzlicher Feiertag. Regine Lück, die Sprecherin der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Rostock), begrüßte die Menschen, die mit Blumensträußen und anderen Symbolen ihre Anteilnahme zeigen. Der Einladung sind auch Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) und Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im Bundestag, gefolgt. In seiner Ansprache erinnert Bartsch daran, dass mit dem 8. Mai 1945 zwar alles vorbei war, aber längst nicht für jeden. „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ betont der Abgeordnete. Dafür müsse auch heute noch gekämpft werden, die aktuelle Situation in der Welt verlange es. „Frieden ist unser höchstes Gut“, so Bartsch. Johanna Jawinsky ist 86 Jahre alt und erinnert an eigene Kriegserlebnisse. Sie findet Zustimmung für die Worte des Politikers. „Ich bin für den Frieden hier“, sagt Jawinsky. Mit einem Strauß Blumen steht auch Ingrid Kunkel in den Reihen. „Man muss sich und andere erinnern. Leider sind heute wenig junge Menschen gekommen“, sagt die Rostockerin. Sie wünsche sich, dass sich dieser Tag auch im Bewusstsein der Nachwuchsgeneration verankert.

lmk

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