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Rostock „Ich wusste nur, dass der Hund Hilfe braucht“
Mecklenburg Rostock „Ich wusste nur, dass der Hund Hilfe braucht“
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04:30 13.09.2013
Seit zweieinhalb Jahren lebt die kleine Hundedame „Sally“ jetzt bei Monika Krug. Die beiden sind unzertrennlich geworden. Quelle: Thomas Ulrich
Hohe Düne

Als Monika Krug Rentnerin wurde, beschloss sie, sich einen kleinen Hund anzuschaffen. Doch es sollte nicht irgendein Tier sein. Die rüstige Dame wollte einem jungen Hund aus dem Tierheim ein schönes Zuhause geben. „Mein Vorhaben erwies sich zunächst als schwierig, da alle Tierheime, in denen ich nachfragte, nur größere oder ältere Tiere hatten“, erzählt Krug.

Aufgeben kam für die Rentnerin nicht in Frage. Und so suchte sie weiter. Eines Tages stand plötzlich „Sally“ — ein kleiner schwarzer Terrier — vor ihr. Mit einer Freundin war Monika Krug in die „Tieroase“ nach Laage gefahren.

„Wie überall empfing uns auch dort lautes Hundegebell, und viele Hundeaugen schauten uns erwartungsvoll an“, erinnert sie sich. Und dann war plötzlich „Sally“ da. Aufgeregt rannte die kleine Hundedame zwischen Tischen und Stühlen umher, auf den Gang hinaus und wieder zurück. „Ich erfuhr, dass die einjährige Hündin schon viel Schlimmes erlebt habe und sehr verängstigt sei“, sagt Monika Krug, die sich zunächst nicht zutraute, den kleinen schwarzen „Teufel“ zu bändigen. Und so fuhr sie wieder Richtung Rostock. Unterwegs kehrte sie plötzlich um. „Ich wusste nur, dass der Hund Hilfe brauchte“, erzählt Krug. Das Tier sollte es bei ihr gut haben.

Erneut kam der rasende Blitz ins Zimmer gestürmt. Und da geschah das Wunder: Der Hund sprang auf das Sofa, auf dem Monika Krug saß, setzte sich auf ihren Schoß und schaute sie aus großen Hundeaugen an. „Die Tierheimleiterin war völlig überrascht und sagte, dass die Hündin das noch nie gemacht habe“, erinnert sich Krug, deren Entschluss damit feststand: Die Hündin kommt mit nach Hause. Auch ins Auto sprang diese sofort rein und legte sich auf die Rückbank. Da der alte Name nicht zu dem Tier gepasst habe, taufte Monika Krug die Hündin in „Sally“ um.

Zu Hause verzweifelte die Seniorin dann fast an den gemeinsamen Spaziergängen. Aus Angst riss sich „Sally“ immer wieder los und rannte auf und davon. Frauchen befürchtete zunächst, da für „Sally“ die neue Umgehung noch fremd war, dass sie das Tier nie wieder sehen würde. Als sie nach Hause kam, saß die Hündin zitternd vor der Tür. Mit viel Liebe, Geduld und manchem Leckerli lernte sie, ihre Angst zu überwinden. Zweieinhalb Jahre lebt „Sally“ jetzt bei Monika Krug, die überglücklich ist, den kleinen schwarzen Hund gefunden zu haben.

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