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Rostock Iga-Aufsichtsrat schmeißt hin
Mecklenburg Rostock Iga-Aufsichtsrat schmeißt hin
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00:58 17.04.2018

Es knirscht im Iga-Park: Nicht nur über die inhaltliche Ausrichtung wird diskutiert, auch das Personalkarussell dreht sich: Erst vergangene Woche wählte die Bürgerschaft auf CDU-Antrag die Vorsitzende Karina Jens aus dem Gremium ab. Jetzt schmeißt ihr Stellvertreter Hannes Rother (Aufbruch 09) hin. Erst kürzlich hatte der Geschäftsführer gekündigt und Matthias Horn, Koordinator für Stadtentwicklung im Rathaus sowie Museumschefin Kathrin Möller übernahmen befristet die Leitung. Der Aufsichtsrat hatte sich für eine Neubesetzung der Stelle ausgesprochen, so Rother.

„„Ich lege mein Amt als Aufsichtsrat zum 31. Mai nieder. Der Iga-Auf- sichtsrat wird permanent in seinen Mitwirkungs-rechten beschnitten.“ Hannes Rother , Aufbruch 09 Quelle: Foto: André Wornowski

Gegenüber Bürgerschaftspräsident und Aufsichtsratskollege Wolfgang Nitzsche (Linke) erklärte er zum 31. Mai seinen Rücktritt. Dabei spielt auch die umstrittene Personalie Karina Jens eine Rolle.

„Meine Entscheidung ist ausdrücklich auch als Zeichen des Respekts und der Solidarität gegenüber der bisherigen Vorsitzenden des Iga-Aufsichtsrates, aufzufassen“, betont Rother. Sie habe stets auf Grundlage der Beschlüsse gehandelt, und ihre Abwahl sei rein politisch motiviert. Für Hannes Rother eine Schwächung des Aufsichtsrates.

Das 2011 vom Aufsichtsrat initiierte und 2013 von der Bürgerschaft beschlossene Entwicklungskonzept für Museum und Park sei für ihn Arbeitsgrundlage gewesen. Die gegenwärtigen Diskussionen gefährden aus Rothers Sicht dieses Ziel. „Die jüngsten Signale aus Bürgerschaft und Stadtverwaltung lassen eine völlig entgegengesetzte Entwicklung erkennen.“ Die nichtöffentlichen Diskussionsstände aus den von der Bürgerschaft beschlossenen Iga-Arbeitsgruppen würden die Zielstellung des Iga-Entwicklungskonzepts konterkarieren, kritisiert Hannes Rother. „Der Iga-Aufsichtsrat wird permanent in seinen Mitwirkungsrechten beschnitten.“

Die Rostocker Bürgerschaft beschloss vergangene Woche, für ein maritim-touristisches Erlebniszentrum im Iga-Park Geld einzuplanen. Aus dem Rathaus kommt die Ankündigung, bis Juni ein Konzept für Schiff und Park vorzulegen. Ziel soll die Belebung der Parklandschaft und die Erhöhung der touristischen Attraktivität sein.

Thomas Niebuhr

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