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Rostock In Kurstraße müssen Bäume weichen
Mecklenburg Rostock In Kurstraße müssen Bäume weichen
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00:00 28.08.2018
Radfahrer weichen auf den Gehweg aus, weil es keine klare Wegeführung auf der gepflasterten Kurstraße gibt. Quelle: Foto: Michael Schissler/archiv
Graal-Müritz

Die Kurstraße birgt seit Jahren Konfliktpotenzial für Fußgänger, Rad- und Autofahrer. Vor allem Pedalritter, die die Einbahnstraße in beide Richtungen befahren dürfen, sind irritiert und weichen häufig vom Kopfsteinpflaster auf den befestigten Gehweg aus, obwohl dies in Tempo-30-Straßen nicht erlaubt ist. Seit Jahren will die Gemeinde nun schon die Verkehrssituation in dieser Straße verändern, für mehr Sicherheit. 600000 Euro sind für die umfassende Sanierung der Kurstraße im Ostseeheilbad vorgesehen. Demnächst soll Baubeginn sein.

Neue Betreiber für Litfaßsäulen in Graal-Müritz gesucht

Die 15 Litfaßsäulen in Graal-Müritz werden aus Kostengründen nicht mehr durch die Rostocker Stadtreklame bewirtschaftet. Im Zuge der geplanten Straßenbaumaßnahmen werden sechs, darunter allein drei in der Kurstraße, zurückgebaut. Für die verbleibenden neun Säulen sucht die Gemeinde nun Betreiber. Gibt es keine Konzepte dafür, werden auch diese Säulen verschwinden.

„Seit mehr als 20 Jahren reden wir über die Sicherheit in der Kurstraße“, sagt Jörg Griese, der den zuständigen Ausschuss für Wasser, Straßen- und Wegebau, Ordnung, Sicherheit, Verkehr leitet.

Inzwischen habe der Fahrradverkehr sich sehr verändert, sei stärker und schneller geworden. Die Gemeinde habe vieles versucht, um das Problem zu entschärfen. „Wir haben sogar die Einbahnstraße gedreht“, berichtet Jörg Griese.

Schließlich wurde ein Planungsbüro beauftragt, das noch nicht im Ort gewirkt und daher völlig neue Ansätze habe, denkt der CDU-Abgeordnete zurück. Das Rostocker Büro Inros Lackner hat das neue Baukonzept für die Kurstraße entwickelt. Die wird neu gepflastert und erhält an beiden Seiten einen asphaltierten Streifen als Radweg. Die Einbahnstraßenführung vom Rhododendronpark in Richtung Landesstraße bleibt.

Für das Vorhaben werden etwa 40 der 150 Bäume in der Straße gefällt werden müssen, was manchem Kritiker missfällt. „Wir haben ein Baumkataster erstellen lassen“, informiert Ausschuss-Vorsitzender Griese. „Dabei wurde klar, dass einige Bäume zu alt oder geschädigt sind und gefällt werden müssen.“ Der Alleecharakter der Kurstraße solle dennoch erhalten bleiben. Einige Bäume in diesem Bereich werden ersetzt.

Generell aber werden Ersatzpflanzungen vorgenommen, zwei neue Bäume für jeden gefällten. „Gegenwärtig suchen wir noch Flächen dafür“, berichtet Griese. Der Landkreis bestehe darauf, die Ersatzbäume als Straßengrün zu pflanzen. Da innerorts Möglichkeiten fehlen, werde nun außerhalb von Graal-Müritz nach passenden Straßenrändern gesucht.

Die Parkmöglichkeiten in der Kurstraße werden künftig reduziert. Es werde Parkplätze außerhalb der Fahrbahn geben. „Aber wir werden zusätzliche Parkplätze in der Alexandra-, der Berliner und der Schillerstraße schaffen“, informiert Griese. Dies würden zeitlich begrenzte Parkmöglichkeiten sein für Patienten und Kunden von Arztpraxen, Apotheke und Geschäften.

Die Ausschreibungen für die Sanierung der Kurstraße würden Mitte September beginnen. Die Baumaßnahmen sollen dann in mehreren Abschnitten bis spätestens zum Frühjahr fertiggestellt werden, kündigt Griese an. Vorausgesetzt, die Baupreise gehen wieder in „vernünftige Bahnen“.

Ende September beginnt im Ostseeheilbad auch der Ausbau der Anliegerstraße Schwanenberg. Straße und Gehweg befinden sich in einem sehr schlechten Zustand und werden neu ausgebaut. Auch die Straßenbeleuchtung wird erneuert und das Straßenbegleitgrün neu gestaltet. Die Bauarbeiten werden durch die Firma Groth ausgeführt.

Eine komplett neue Asphaltdecke erhält auch noch in diesem Jahr die Ortsdurchfahrt L 22. Eine Oberflächenbehandlung der Straße war missglückt, auch die Reparatur eines kleinen Abschnittes brachte nicht den erhofften Erfolg. Deshalb habe das Straßenbauamt Stralsund entschieden, dass die Landesstraße eine neue Deckschicht erhalten soll. „Im Oktober wird der Belag in mehreren Bauabschnitten erneuert“, sagt Jörg Griese. Die Arbeiten dauern je Abschnitt eineinhalb bis dreieinhalb Tage. Da werde die Decke abgefräst und anschließend neu aufgebracht. Die Abschnitte sind dann von 8 bis 21 Uhr nicht befahrbar. Zu den Detailplanungen soll es noch eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben.

Doris Deutsch

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