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In Lütten Klein zeigen Mädchen, wo‘s langgeht

Ortsbeirat In Lütten Klein zeigen Mädchen, wo‘s langgeht

Der Kinder-Ortsbeirat setzt sich ehrenamtlich für kinderfreundliche Bedingungen in der Umgebung ein.

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Die Mädchen des Kinderortsbeirates Lütten Klein — Kyra Mischke, Sarah Pagel, Merle Schulz, Franziska Jahnke, Lilly Dinse, Joana Fernandez-Wirth (v.l. ) — freuen sich auf ein ereignisreiches Jahr.

Quelle: Tim Winter

Lütten Klein — Sie könnten auf dem Spielplatz sein, Perlenketten basteln oder einfach nur faulenzen. Aber falsch gedacht. Stattdessen setzen sich sechs fröhliche Mädchen im Grundschulalter in ihrer Freizeit für die Belange anderer Kinder und mehr Lebensqualität in ihrem Stadtteil ein und das mit viel Freude, Begeisterung und kindlichem Charme. Die jungen Schülerinnen nahmen am Donnerstag an einer Sitzung des Ortsbeirates Lütten Klein im Mehrgenerationenhaus teil und stellten sich und ihren Kinderortsbeirat vor.

Sie erzählten von ihren persönlichen Wünschen und den Aktionen, die sie im vergangenen Jahr im Rahmen des Jungrates veranstaltet haben. Unter anderem halfen sie beim Stadtteilfest und dem alljährlichen Osterfeuer. Außerdem wurde ein lokaler Spielplatz von Müll und Schmutz befreit, damit alle Kinder wieder Spaß am Spielen haben. Schirmherrin und pädagogische Begleitung der kleinen Gruppe ist Annett Berger. Seit zehn Jahren ist sie fester Bestandteil des offenen Kinder- und Jugendtreffs im Mehrgenerationenhaus in Lütten Klein. Man fördert hier das Miteinander von Menschen jeden Alters, aller sozialen Gruppen und unterschiedlicher Herkunft und wirkt Ausgrenzung entgegen.

Für die Kinder des Stadtteiles setzt sich insbesondere die 48-jährige Betreuerin ein. „Seitdem ich hier beschäftigt bin, und das sind immerhin schon mehr als zehn Jahre, gibt es auch den Kinderortsbeirat.“ Die jungen Mitglieder bekommen hier die Möglichkeit, laut ihre Meinung zu sagen, etwaige Probleme kundzutun und diese gemeinsam anzugehen. Annett Berger lässt wissen: „Wir möchten das Interesse der Kinder wecken und veranlassen, dass die Kinder über den Tellerrand gucken und ihre Umgebung bewusst wahrnehmen. Sie sollen mit offenen Augen durch die Welt gehen und sich für andere stark machen.“

Unterstützt wird der Beirat durch das Amt für Jugend und Soziales. Auch gab es schon eine Kooperation mit dem weltweiten Kinderhilfswerk Unicef, welches im vergangenen Jahr im Rostocker Freizeitzentrum die Aktion „Augen auf für Kinderrechte!“ veranstaltete. Mit viel Neugierde waren natürlich auch die Mädchen des Kinderrates Lütten Klein dabei. Für Annett Berger ist das Ganze eine Herzensangelegenheit: „Es wird hier nie langweilig, weil immer wieder neue Kinder zu uns kommen. Jedes von ihnen ist individuell, und es macht Spaß mit ihnen zu arbeiten. Das Lächeln eines Kindes ist unbezahlbar.“ Vielleicht finden sich bald sogar ein paar tatkräftige Jungen, die die Mädchen unterstützen wollen. Der Kinderortsbeirat freut sich immer über neue Gesichter.

Engagiert im jungen Alter
6Mitglieder sind derzeit im Kinderortsbeirat Lütten Klein zu finden, unter ihnen kein einziger Junge. Für die kleinen Aktivisten bedeutet das Engagement im Juniorrat viel, denn sie können dort ihre Wünsche äußern und aktiv an der Verschönerung ihres Stadtteils teilnehmen.
100 Prozent Begeisterung bringen die Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren mit, wenn es darum geht, etwas zu bewirken. Trotz alledem kommt der Spaß nicht zu kurz. Im Dezember besuchte das Sechsergespann den Weihnachtsmarkt.

 



Tim Winter

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