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Rostock Schmarl feiert Fest der Vielfalt
Mecklenburg Rostock Schmarl feiert Fest der Vielfalt
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11:27 31.10.2018
Pascal Anderson (16) und Rukaya Tahhan (19) nahmen an einer Podiumsdiskussion teil. Quelle: André Wornowski
Schmarl

Ein Fest der Vielfalt haben am Dienstag der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Krusensternschule im Rostocker Stadtteil Schmarl gefeiert. Es gab Musik-, Film- und Kunstvorführungen und ein internationales Büfett. Auch das Jugendzentrum Schiene und das Haus 12 waren beteiligt.

Hintergrund ist der Abschluss des dreijährigen Projekts „Mein Stadtteil ist bunt“, das von der Initiative „Aktion Mensch“ gefördert wird. „Wir haben viel erreicht. Eigentlich müsste es solche Projekte flächendeckend geben. Denn in jedem Stadtteil müssen Begegnungen zwischen einheimischen und geflüchteten Familien geschaffen werden“, sagt Alexander Knipper vom ASB.

Nach der Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015 stand zunächst im Vordergrund, eine Willkommenskultur zu schaffen, berichtet Martina Scherf. Sie ist die stellvertretende Leiterin der Krusensternschule. „Es ging darum, die syrische Kultur kennen zu lernen, aber auch Regeln der hiesigen Gesellschaft weiterzugeben.“

Für Scherf ist klar: „Beide Seiten müssen sich aufeinander zubewegen.“ Die arabische Küche schmecke zum Beispiel allen. „Aber die laute Musik und die laute Sprache sind für uns eher ungewohnt.“ Es sei daher wichtig gewesen, die Frage zu klären: „Wie gehen wir miteinander um?“, so Scherf.

343 Kinder und Jugendliche besuchen die Krusensternschule, etwa 120 davon haben einen Migrationshintergrund und kommen aus 17 Ländern. „Uns fehlt nur Australien, sonst sind alle Kontinente vertreten“, sagt Scherf. Sie betont: „Je bunter der Strauß ist, desto einfacher ist das Miteinander.“

Rostocks Integrationsbeauftragte Stephanie Nelles lobt die Arbeit des ASB im Stadtteil. Schmarl verfüge über eine gute Struktur, so Nelles. Insgesamt gesehen habe die Hansestadt in Sachen Integration aber noch Nachholbedarf: „In anderen Städten ist Vielfalt zur Normalität geworden. In Rostock hinken wir da noch etwas hinterher“, sagt sie.

Wie wichtig die Vermittlung der Sprache ist, verdeutlicht Rukaya Tahhan: „Ich bin seit 2015 in Deutschland“, sagt die 19 Jahre alte Syrerin. „Es war sehr schwer und sehr fremd zum Anfang. Aber alle haben mir geholfen, gut Deutsch zu lernen.“ Aus eigener Erfahrung könne sie sagen: Wer die Sprache nicht verstehe, wisse nicht, wie Deutschland funktioniert. „Alles zu verstehen, ist eine besondere Situation.“

André Wornowski

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