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Internetzugang nur mit mobiler Lösung

Lambrechtshagen Internetzugang nur mit mobiler Lösung

Weitere Betroffene in Lambrechtshagen melden sich nach Kündigung des DSL-Anschlusses

Lambrechtshagen. Der Zeitungsbeitrag „02 schaltet DSL-Anschlüsse ab“ (OZ vom 23. Januar) in der Gemeinde Lambrechtshagen hat weitere verärgerte Betroffene auf den Plan gerufen. „Bei mir sind inzwischen mehr als 20 Beschwerden zu Kündigungen des Telefonanbieters Telefonica eingegangen“, berichtet Bürgermeister Holger Kutschke.

Anfragen bei anderen Anbietern liefen unterdessen ins Leere. „Meine Nachfrage bei der Telekom ergab, dass neue Technik installiert werden müsse“, sagt Kutschke. Doch das werde wohl nicht passieren.

Im Frühjahr will der jüngste private Anbieter, Deutsche Glasfaser, in Lambrechtshagen mit dem Bau des Turbo-Internets beginnen.

„Auch uns hat O2 Ende Oktober 2017 den Internet- und Telefonanschluss, den wir seit vielen Jahren bei O2 hatten, zum 3. Januar 2018 gekündigt, und zwar mit der Begründung, dass ’die technischen Gegebenheiten an der Anschlussadresse die Bereitstellung eines DSL-Produkts mit neuer Anschlusstechnik nicht zulassen’“, schreibt Gerlind Michaelis. Der Zustand mit der unerträglich langsamen Geschwindigkeit des Internetzugangs sei schon seit mindestens drei Jahren ein großes Problem, heißt es. „Deshalb kann auch keiner der von der Kündigung Betroffenen den Grund der Kündigung verstehen“, steht im Leserbrief weiter. „Da passen ja Service und Netzqualität wieder mal perfekt zusammen“, reagiert Steffen Wittenburg im sozialen Netzwerk Facebook. „Was kann O2 dafür“, schreibt an gleicher Stelle Denise Bohn. „Die sind nur die Übermittler. O2 wird gezwungen von der Telekom diese Technologiewechsel durchzuführen. Die Kunden werden auch immer rechtzeitig (einen Monat) vorher informiert. In der Zeit kann man dann zu einem anderen Anbieter wechseln“, meint sie. Doch so einfach geht das nicht.

Familie Michaelis berichtet von „einer wahren Odyssee“ auf der Suche nach einem Anbieter. Vom Netzbetreiber, Deutsche Telekom, wurde mitgeteilt, „dass an unserer Adresse kein Internetanschluss möglich ist, weil kein Port frei ist“. Gerlind Michaelis betont: „Kein Anbieter kann uns einen Internetanschluss bieten, nicht für ein Jahr und auch nicht für zwei Jahre. Dabei geht es sicher nicht um den Glasfaseranschluss, der für 2018 geplant ist. Nach Aussagen von O2 hat die Telekom etwas an den Leitungen verändert. Die einzelnen Anbieter schieben sich gegenseitig die Schuld zu, indem sie erklären, der jeweils andere wolle nicht in das Leitungsnetz investieren.“

Hilfe bekam die Familie letztendlich mit einer mobilen Lösung vom Unternehmen Vodafone und „einem Telefonanschluss direkt aus der Steckdose zu einem fairen Preis“. Nach zwölf Tagen gab O

2 die alte Rufnummer frei, „lässt sich das aber teuer bezahlen“. Fazit der Kundin: „Nur eine mobile Lösung (die mehrere Anbieter offerieren) ist für die gekündigten O2

-Kunden in Lambrechtshagen möglich. Einen freien Port für jeden wird es erst nach einem Breitbandausbau oder der Verlegung von Glasfaserkabel geben.“

dd

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