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Rostock Interview mit Stand-up-Comedian Felix Lobrecht
Mecklenburg Rostock Interview mit Stand-up-Comedian Felix Lobrecht
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12:22 27.09.2018
Felix Lobrecht, 29, ist Stand-up-Comedian aus Berlin. Quelle: Tino Bomelino
Rostock

Felix Lobrecht ist in Berlin aufgewachsen, lebt nach seinem Studium in Marburg jetzt wieder in der Hauptstadt, im angesagten Kreuzberg. Dort schätzt er die Anonymität und die Tatsache, dass alles zu jeder Zeit verfügbar ist - im Guten wie im Schlechten. Am Telefon erreichen wir den Stand-up-Comedian und Autoren Felix Lobrecht (29) auf seiner Terrasse.

Auf der Suche nach dir im Netz leuchtet dein Name gleich hinter Felix Jaehn, noch vor Felix Kroos und Felix Magath auf. Was bedeuten dir Klicks, das Bekannt- und Berühmtsein?

Felix Lobrecht: Ich würde nicht sagen, dass ich berühmt bin. Menschlich gesehen bedeuten mir Klicks rein gar nichts, fürs Business aber sind sie wichtig. Reichweite ist wichtig und gehört heute zu einem erfolgreichen Geschäft.

Wolltest du schon immer mit Worten dein Geld verdienen?

Ich wollte immer bekannt werden, das wusste ich früh. Wie, das war zweitrangig.

Felix, heißt übersetzt: der Glückliche. Was ist für dich Glück?

Frei zu sein. Und das machen zu können, worauf ich Bock habe – immer! Glück ist auch, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Auch wenn das allein nicht reicht. Um etwa glücklich im Job zu sein, brauchst du zusätzlich Talent und musst hart für deinen Erfolg arbeiten.

Wie sieht ein besonderer Tag in deinem Leben aus?

Da ich gerade viel unterwegs bin, sieht ein besonderer Tag so aus, dass ich voll entspannt stundenlang abgammeln kann – zwei Nickerchen inklusive.

Und wie ein normaler?

Normal ist zurzeit, dass ich quer durch Deutschland toure. Abends sind die Auftritte in den Städten, und die Nächte dann verbringe ich in diversen Hotelzimmern. Tagsüber kümmere ich mich um den Socialmedia-Kram.

Wie würde dich dein bester Freund beschreiben?

Witzig, manchmal nervig, spontan.

Woraus ziehst du deine Inhalte für die Shows?

Ich lebe. Daher kommt der Stoff für meine Shows. Wenn ich einen Witz im Kopf habe, probiere ich ihn zunächst bei meinem Bruder aus. Er ist mein erster Ansprechpartner. Er ist auch mein Tourmanager. Wenn er sagt, der Witz ist gut, kommt er mit ins Programm. Wenn er sagt, der ist schlecht, und ich finde ihn gut, kommt er aber auch mit ins Programm – das ist meine Entscheidung.

Dein letzter Auftritt in Rostock im letzten Jahr war ...?

Krass. Auffällig gut. Die Menschen waren besonders euphorisiert, sind mega mitgegangen. Das hat Spaß gemacht. Ich freue mich auf Rostock.

Du schätzt gute Uhren (Rolex), gute Klamotten (Gucci), gute Sneaker. Was ist für dich Luxus?

Ich hatte früher kaum Geld. Jetzt habe ich Geld und damit die Möglichkeit, mir einiges Gutes leisten zu können. Das schafft neben dem Materiellen Platz und Freiheit. Luxus ist zum Beispiel auch Redefreiheit. Das alles schätze ich sehr an meinem momentanen Leben.

Deine Pläne?

So weitermachen wie bisher.

Und was machst du an Heiligabend, deinem Geburtstag?

Family am Nachmittag, mit meinem Bruder, meiner Schwester, meinem Vater und seiner Freundin, zwei Tanten und natürlich meiner Oma. Abends mit Kumpels abhängen. So war es die letzten Jahre. Obwohl: In diesem Jahr könnte ich mir vorstellen, wegzufliegen - in die Wärme. Ich habe den gesamten Dezember frei. Das will ich nutzen.

Save the Date:

Kommende Woche, am 4. Oktober 20 Uhr, kommt Felix Lobrecht mit seinem neuen Programm „Hype“ nach Rostock. Ab 20 Uhr wird der 29-Jährige im Moya auf der Bühne stehen.

Juliane Lange