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Rostock Ja, ich gucke das Dschungelcamp!
Mecklenburg Rostock Ja, ich gucke das Dschungelcamp!
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19:37 28.01.2018
Julia Porath (2. v. l.) bei der Dschungelcamp-Party mit Freunden Quelle: Julia Porath
Rostock

Zurzeit habe ich jeden Abend ein Date: Um 22.15 Uhr läuft das „Dschungelcamp“. Angeblich guckt das ja keiner, aber alle können mitreden und die Rekordquoten sprechen für sich. Und was ist schon dabei? Ich muss mich nach einem langen Arbeitstag nicht bei Maybrit Illner oder einem Buch bilden. Auch das mache ich gern, aber nicht zwingend.

In „Post von Porath“ bloggt Radio-Moderatorin und Influencerin Julia Porath heute über ihre Dschungel-Lieblinge und alle Zutaten für eine Dschungel-Party daheim: Insekten-Lollis und tausenjährige Eier gibt es nämlich nicht nur in Australien.

Dschungelcamp ist Drama und Komödie

Ich genieße diese Trash-Unterhaltung, in der sich C-Promis im Kamelhirn-Essen oder Gülle-Tauchen beweisen müssen. Dazu die Unstimmigkeiten im Camp. Am Ende wird einer Dschungelkönig und genießt für ein paar Monate den Ruhm. Oder zumindest für ein paar Wochen. Für mich ist das ganz großes Kino. Im Ernst: Das ist Drama und Komödie zugleich. Nicht zuletzt durch die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, die eine Pointe nach der anderen landen. Ein perfektes Theaterstück, in dem wir uns zu den Figuren hingezogen fühlen. Ja, sogar Mitleid empfinden können, aber auch Schadenfreude oder Häme.

Maulkorb per Anwalt

Und trotzdem enttäuscht mich diese Staffel ein wenig. Die diesjährige Besetzung war für mich vielversprechend, aber es passiert wenig. „Kajal“-Matthias (ja, er schminkt sich) muss jede Prüfung absolvieren. Mal mehr, mal weniger motiviert. Natascha Ochsenknecht glänzt in Unterhaltungen meist mit „Kein Kommentar“ – dabei könnte sie als eine der wenigen wirklich Interessantes erzählen. Genau wie Jenny Frankhauser – die Schwester von Reality-Star Daniela Katzenberger. Genau die will sie nicht mehr sein. Trotzdem erhofft man sich im Schwestern-Streit ein paar Lästereien. Gibt es nicht, weil Jenny vorab per Anwalt ein Maulkorb verpasst wurde.

Ex-Bachelorette-Gewinner David erwies sich nicht als die hellste Kerze auf der Torte, als er Transgender-Model Giuliana fragte, ob sie nach ihrer Geschlechtsumwandlung auch Kinder kriegen könne. Die wiederum gab schon nach einer Woche auf. Ihr Grund: genug Sendezeit, um noch ein bisschen im Gespräch zu bleiben. Oder ist es vielleicht doch die Angst, zu früh von den Zuschauern rausgewählt zu werden?

Meine 5 Dschungel-Lieblinge

Natürlich kann auch ich nicht prognostizieren, wer gewinnen wird – es geht schließlich um subjektive Faktoren. Und ab und zu verlässt auch mal einer das Camp freiwillig, wie zuletzt Giuliana Farfalla. In den ersten Sendungen am besten gefallen haben mir allerdings bestimmte Kandidaten. Hier kommen meine Dschungel-Lieblinge:

1. Jenny Frankhauser: Meine Favoritin ist derzeit Jenny Frankhauser. Trotz ihrer Verschwiegenheit zum Schwestern-Streit – oder genau deswegen. Sie traut sich selbst nichts zu und wird von den Camp-Mitbewohnern als dumm und erfolglos eingeordnet. Ich finde das zu hart, habe sogar Mitleid und empfinde dadurch Sympathie für Jenny. Sie spielt keine Rolle. Das merken die Zuschauer.

2. Daniele Negroni: Auch DSDS-Sternchen Daniele Negroni trägt sein Herz auf der Zunge. Das ist mir sympathisch.

3. Ansgar Brinkmann: Dieser Mann ist sehr direkt und das mag ich. Seine Schlagfertigkeit rechne ich ihm hoch an, und sie ist obendrein unterhaltsam.

4. Natascha Ochsenknecht: Auch, wenn sie in meinen Augen mehr erzählen sollte, ist sie für mich die Mutti im Camp. Jeder, der mal etwas wie ein Dschungelcamp betritt, braucht jemanden wie sie.

5. David Friedrich: Zugegeben, er ist etwas treudoof, aber vielleicht macht ihn genau das sympathisch. Trotzdem hat er eine sehr direkte Art.

Meine 10 Tipps für die heimische Dschungelcamp-Party

Die täglichen „Sensations-News“ aus dem Camp mit den Kollegen auszutauschen oder die gemeinsamen Fernsehabende machen mir Spaß. Die Sendung bringt zusammen. Warum nicht gleich eine Dschungelparty mit Freunden zu Hause ausrichten? Dabei können sogar echte Dschungel-Prüfungen absolviert werden. Im Netz ist Ekel-Food längst ein Markt geworden.

Bestellen kann man im Netz:

1. Spinnen-Eier

2. Hotdog-Schlangen

3. tausendjährige Eier – in China eine Delikatesse, im Dschungelcamp jedes Jahr Pflicht

4. Frittierte Mehlwürmer, Heuschrecken und Schwarzkäferlarven

5. Grillen, Ameisen oder Skorpione

6. Insekten-Lolli

7. übelriechende fermentierte Heringe – beliebt in Schweden („Surstömming“)

8. Würchwitzer Milbenkäse, in dem rund 500 000 Milben pro Laib mit ihrem Speichel für die Fermentation der Käserohmasse sorgen

Wer keine Lust auf Internethandel hat, geht einfach zum Metzger oder dem Tierhandel um die Ecke:

9. Tierinnereien und Schweinehirn

10. Tierfutter: getrocknete Schweineohren und Rindshaut

Viel Spaß bei der heimischen Dschungelcamp-Party, guten Appetit bei den Prüfungen und weiterhin viel Freude beim Mitlachen, Fremdschämen und Lästern.

Eure #juliaporath

OZ

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