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Rostock „Ja“ zur neuen Eis- und Schwimmarena
Mecklenburg Rostock „Ja“ zur neuen Eis- und Schwimmarena
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00:01 06.02.2018
Links die Eisbahn, rechts die Schwimmbecken: Im Kölner Lentpark steht bereits eine moderne und effiziente Eis- und Schwimmarena. Sie soll Vorbild für Rostock sein. Quelle: Foto: J. Hilger/kölnbäder Gmbh
Schmarl/Stadtmitte

Rostock sagt „Ja“ zur neuen Sportarena in Schmarl: Am Sonnabend hatte die OZ exklusiv enthüllt, dass die Stadt und der kommunale Immobilien- verwalter KOE im Iga-Park den Bau einer kombinierten Schwimm- und Eishalle planen – für rund 25 Millionen Euro. Das Echo auf diese Idee ist geradezu überwältigend: Bei einer nicht-repräsentativen Online-Umfrage stimmten bisher 86 Prozent der Teilnehmer für das Projekt. Auch die Reaktionen in den sozialen Netzwerken im Internet und in der Stadtpolitik sind nahezu durchweg positiv. Bis zur Bürgerschaftssitzung im März sollen die Fraktionen konkrete Unterlagen zu dem Projekt erhalten, teilte Stadtsprecher Ulrich Kunze mit.

Der Plan, neben der Hansemesse eine neue Halle für Schwimmer und Eissportler zu bauen, kommt in Rostock richtig gut an – bei den Bürgern und den Politikern.

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Fraktionen fordern schnellen Baustart

Statt „nur“ eine neue Schwimmhalle zu bauen und gleichzeitig zwölf Millionen Euro in die Sanierung der alten Eishalle an der Schillingallee zu stecken, wollen die Planer des KOE eine Multifunktionshalle neben der Hansemesse bauen. Die würde unter dem Strich nicht mehr kosten als beide Projekte zusammen. Und: Weil die Abwärme der Eis-Anlagen zum Erwärmen des Badewassers genutzt werden könnte, würde die Stadt langfristig sogar bei den Betriebskosten sparen. Bereits am Wochenende bekannten sich Rostocks Linke zu dem Projekt: „Es ist völlig unstrittig, dass Rostock so schnell wie möglich eine dritte Schwimmhalle benötigt. Die jetzigen Kapazitäten reichen vorne und hinten nicht mehr aus. Da sind sich alle Beteiligten einig“, sagt Karsten Kolbe, Vize- Fraktionschef der Linken in der Bürgerschaft. Und weiter: „Eine Kombination aus Schwimm- und Eishalle ist eine fantastische Idee, mit der sich auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen lassen. Die rund 50 Jahre sieht man der Eishalle in der Schillingallee deutlich an. Wenn sich durch die Kombi-Lösung langfristig sogar bares Geld sparen lässt, sollte ein Neubau der Sanierung vorgezogen werden“, sagt Linken-Vize Kolbe.

Auch von der Rostocker SPD kommt bereits ein klares „Ja“ für die Idee: „Mit den Plänen der Stadtverwaltung würden mehrere Probleme auf einmal gelöst“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thoralf Sens. Beispielsweise bliebe dem Eishockeyclub REC Piranhas eine mehrmonatige Sperrung ihrer Halle erspart – weil sie gleich in eine neue umziehen können. Eine Bedingung stellt die SPD aber:

Die Eis- und Schwimmhalle Lentpark in Köln, die als Vorbild für Rostock dienen soll, verfügt über keine Zuschauerränge im Eisstadion. „Das muss in Rostock anders sein. Es muss sichergestellt werden, dass genügend Zuschauerplätze für die Rostock Piranhas bei ihren Spielen zur Verfügung stehen“, so Sens.

Auch von der CDU kommt bereits ein „Daumen hoch“ für die Eis- und Schwimmhalle: „Die Idee ist hervorragend. Eine Kombination aus Schwimm- und Eishalle ist in jedem Fall sinnvoll. Wir begrüßen das Vorhaben, auch der Standort ist der richtige“, so Parteichef Daniel Peters.

Eine Chance auch für den Iga-Park?

Die Idee, die Hansemesse und auch den Iga-Park durch die neue Sportarena aufzuwerten, war nach OZ-Informationen auch schon ein Thema in der Arbeitsgruppe, die neue Ideen für den einstigen Blumenpark entwickeln soll. Matthias Horn, Koordinator des Oberbürgermeisters für die Stadtentwicklung, habe das Projekt dort angesprochen. Bei den Grünen jedenfalls kommt seine Intention richtig gut an: „Die Arena würde den Standort aufwerten – und wäre ein erster Baustein, um das Iga-Gelände zu einem Sportkomplex zu entwickeln. Ein guter Gedanke“, sagt Fraktionschef Uwe Flachsmeyer. Was mögliche Auswirkungen auf den Park angeht, hält sich die Stadtverwaltung selbst noch zurück: „Auswirkungen auf umliegende Angebote“ würden erst in der Planungsphase geprüft und einbezogen, so Rathaus-Sprecher Kunze.

Rostocker freuen sich bereits auf die Arena

In den sozialen Netzwerken können es viele Rostocker kaum abwarten, bis der Traum von einer neuen Schwimmhalle wahr wird: „Unsere Kinder und Jugendlichen benötigen dringend mehr Schulsport, Schwimmen ist superwichtig. Die Zeiten für Schulen in der Neptunschwimmhalle sind leider begrenzt und auch für Vereine. Die Kombi mit der Eishalle ist eine tolle Idee“, schreibt beispielsweise Kathrin Siegismund bei Facebook. „Warum wird nicht schnell damit begonnen? Gewünscht und gefordert ist so eine Halle ja schon ewig“, macht sich Mike Arndt für einen schnellen Baubeginn stark. Susanna Schmidt lobt den erwählten Standort: „Den Iga-Park kann man nun doch wirklich gut erreichen mit Bahn oder Bus. Und es ist ausreichend Platz vorhanden, um so ein Bad zu erbauen. Genügend Parkplätze gibt es auch schon.“

Sabine Reihmann schreibt auf der OZ-Seite: „Das ist eine nette Idee. Der Standort im Nordwesten ist sicher auch gut. Das Problem: Können sich die Menschen den Eintritt in solch ein Vorzeigeprojekt leisten?“ Und die Nutzerin „Pe Tra“ schreibt: „Endlich mal eine kluge Idee. Es würde voll passen. Hoffentlich wird diese Idee umgesetzt.“ Bettina Stenå stammt aus der Nähe von Köln – und schwärmt vom Lentpark, dem Vorbild für Rostocks Projekt: „Ich kann das nur empfehlen! Der Lentpark ist richtig gut.“ Aber: „Ein Neubau neben dem Iga-Park fände ich auf jeden Fall besser als im Park.“

Andreas Meyer

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