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Rostock Jastrams „Ringer“ zieren Dürerplatz
Mecklenburg Rostock Jastrams „Ringer“ zieren Dürerplatz
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00:24 16.05.2018
Michaela Selling (Kulturamt), Reiner Bloch (Restaurator), Klaus-Dieter Krüger (Abschleppdienst), Karsten Cornelius (Ortsbeirat) und Sarah Linke (Kulturamt) mit der Skulptur Quelle: Foto: Cm
Hansaviertel

Lange Jahre war der Dürerplatz im Rostocker Hansaviertel ein grünes Fleckchen ohne jeglichen Schmuck. Das hat sich jetzt geändert. Nach langem Bemühen des Ortsbeirates, den Platz aufzuwerten, wurde dort gestern Vormittag die Bronzeskulptur „Ringer“ des Bildhauers Jo Jastram aufgestellt. „Wir sind zufrieden und finden, der Einsatz hat sich gelohnt“, sagte Ortsbeiratsvorsitzender Karsten Cornelius.

Über mehrere Jahre hatte sich das Gremium mit der Unterstützung von einigen Anwohnern darum bemüht, dass auf dem Dürerplatz eine Skulptur aufgestellt wird. Der Anlass sei die Überarbeitung des gegenüberliegenden Klinikums gewesen, erzählte Cornelius. „Die alte Struktur des Krankenhauses wurde in schöner Art und Weise wiederhergestellt. Da hat uns dieser Platz als Pendant nicht so gut gefallen.“ Die Neugestaltung des Platzes im Jahr 2014 trieb die Idee schließlich noch weiter voran. „Es war ein langer Prozess“, sagte Cornelius.

Dass es am Ende die „Ringer“ werden, die nun den Dürerplatz zieren, kann als glücklicher Zufall bezeichnet werden. Denn laut Cornelius war zunächst eine andere Skulptur im Gespräch, die wurde dann allerdings als zu klein für den Platz befunden. Jastrams Werk stand von 1980 bis 2017 auf dem Vorplatz der Stadthalle. Wegen des Umbaus wurde die Skulptur abgebaut und eingelagert. Laut Cornelius kam der Vorschlag, die „Ringer“ aus dem Depot zu holen und ins Hansaviertel zu bringen, vom Rostocker Kunstbeirat, der von Anfang an involviert war. Seine Zustimmung für die „Übersiedlung“ des Werkes gab am Ende auch der Ortsbeirat Südstadt.

Ebenso wie die vorangegangene Entscheidungsfindung war auch das Aufstellen der Skulptur gestern ein eher längerer Prozess. Restaurator Reiner Bloch musste zunächst tiefe Löcher in den ganze 3,2 Tonnen schweren Sockel bohren, in die schließlich die Halterungen der „Ringer“ eingebracht wurden. Um die Skulptur vor dreisten Dieben zu schützen, wurden die Löcher noch mit einem Spezialkleber verfüllt. Dadurch sitze alles so fest, dass es unmöglich sei, sie abzumontieren, erklärte Cornelius.

Die für das Aufstellen der Figur nötige finanzielle Unterstützung wurde zwischen der Stadt und dem Land aufgeteilt. So steuerte Rostock 7000 Euro bei, das Land förderte die Wiederaufstellung mit 5000 Euro.

Die „Ringer“ sind übrigens nicht das erste Kunstwerk auf dem Dürerplatz, der 1930 geschaffen wurde. Ursprünglich stand dort eine Bronzeskulptur, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges als verschollen gilt.

cm

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