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Jetzt mitmachen: „Wie soll Dein Rostock wachsen?“

Stadtmitte Jetzt mitmachen: „Wie soll Dein Rostock wachsen?“

Startschuss für den Stadtdialog: Ideen-Suche für Rostocks Zukunftsplan beginnt

Stadtmitte. Wo sollen neue Wohnungen entstehen, wie soll sich die Infrastruktur in Rostock verändern und welche Flächen sollen in Grünanlagen umgewandelt werden? Dies sind Fragen, für die nun auch dessen Einwohner eine Antwort finden sollen. Denn Rostock wächst und deswegen will das Rathaus rechtzeitig einen Zukunftsplan für die Entwicklung der Stadt anfertigen.

Und das mithilfe der Bürger.

Der aktuelle Flächennutzungsplan stammt aus dem Jahr 2006. „Der muss jetzt fortgeschrieben werden“, betont Rostocks Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). Doch anstatt ausschließlich die Stadtplaner die Fortschreibung entwerfen zu lassen, sollen auch die Rostocker gefragt werden. „Ich freue mich, dass wir diesen Weg gehen.“

Doch wie genau sieht dieser Weg aus? Los ging es gestern mit der Möglichkeit, sich online an der zukünftigen Gestaltung Rostocks zu beteiligen. Auf www.zukunftsplan-rostock.de kann jeder seine Idee eintragen und an einer Umfrage teilnehmen. Bis 9. Februar können die Wünsche auf dieser Plattform eingereicht werden.

Dann wird das sogenannte Mitmach-Mobil im Stadtgebiet unterwegs sein. An vier verschiedenen Standorten wird das Lastenfahrrad mit einem Mitmach-Stand auf Tour gehen. Hier können Rostocker Wunschkarten abholen, manuell ausfüllen und wieder abgeben. Außerdem soll es noch ein Zukunfts-Forum geben. Am 19. Februar, 19.30 Uhr, im Moya Rostock, werden erste Ideen vorgestellt und weitere Vorschläge gesammelt. Über die Lösungsansätze soll dann in verschiedenen Workshops im Laufe des Jahres diskutiert werden. Ergebnisse werden voraussichtlich im November präsentiert.

„Wir versuchen einen breiten Dialog zu starten“, sagt der Senator. Und dazu hat man sich Hilfe von außen organisiert. „Es ist wichtig, dass wir unterschiedliche Ebenen für die Beteiligung bieten“, sagt Norbert Nähr vom Unternehmen Superurban Kommunikation. Das Büro ist seit 15 Jahren im Bereich der Bürgerbeteiligung tätig. „Wir entwickeln maßgeschneiderte Konzepte für die jeweilige Situation.“

Für Rostock wird nun ein Jahr intensive Bürgerbeteiligung angesetzt, bevor die eigentliche Arbeit am Plan beginnt.

„Der Flächennutzungsplan ist ein komplexes Planungselement“, sagt Ralph Müller, Leiter des Amts für Stadtplanung. In vergleichbaren Städten würde die Arbeit fünf bis sieben Jahre dauern. „Wir wollen 2019 beginnen und 2020 der Bürgerschaft einen ersten Vorentwurf vorlegen.“ Bis dahin hoffen die Verantwortlichen, dass sich möglichst viele Rostocker und auch Jugendliche beteiligen. „Wir nehmen jede Idee auf“, sagt Müller. Hier gestalte man die Zukunft für alle.

Der Ordnungssenator betont, dass die Fortschreibung des Flächennutzungsplans wichtig sei, da sich die Prognose der Stadt verändert hat. 2006 sei man noch nicht von einem solchen Wachstum Rostocks ausgegangen. Doch immer wieder gebe es Menschen, die Zweifel an der Bevölkerungsprognose haben. „Niemand kann messen oder in Zahlen ausdrücken, ob die Prognose stimmt“, erklärt Müller-von Wrycz Rekowski. Dennoch sei man auf solch eine Annahme angewiesen, da sie die Entwicklung der Stadt trage. „Wir brauchen sie, um unter anderem die Anzahl von Kita- oder Schulplätzen zu ermitteln“, gibt er zwei Beispiele.

Für die Planer sei nicht entscheidend, ob Rostock nun wirklich 230000 Einwohner bekommen würde. „Wir sprechen hier über einen Prozess, der mehrere Jahre dauert“, betont Müller-von Wrycz Rekowski.

Die Stadt hätte dann immer noch Zeit, auf Entwicklungsänderungen zu reagieren. Doch dafür sei eine Grundlage, wie der neue Zukunftsplan, entscheidend.

Johanna Hegermann

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