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Jobfactory bietet freie Lehrstellen

Schmarl Jobfactory bietet freie Lehrstellen

Handwerksbetriebe buhlen bei der Messe um neue Auszubildende.

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Helene Geißler (21) absolviert ihre Ausbildung zur Wasserversorgungstechnikerin bei der Firma Eurawasser.

Quelle: Jens Barkhorn

Schmarl. Mitte September gibt es in der Hansemesse in Schmarl wieder die Jobfactory. Künftige Schulabgänger können sich dort über ihren beruflichen Werdegang informieren. Doch auch diesjährige Absolventen haben noch die Chance, eine Lehrstelle zu ergattern. Denn in Mecklenburg-Vorpommern waren Ende August noch 4000 Ausbildungsplätze unbesetzt. „Es gibt auf der Messe aber eine Last-Minute-Jobbörse“, sagt Klaus Riedel, Projektleiter der Jobfactory. Vor allem die Handwerksbranche würde noch nach Bewerbern suchen. „Die haben Schwierigkeiten, neue Leute zu finden“, so Riedel.

Die ausbildenden Handwerksbetriebe erhoffen sich nun Zulauf durch die Börse. „Auf der Jobfactory besteht für uns noch die Möglichkeit, Lehrlinge zu finden“, sagt Andreas Knirk von der Dachdecker-Innung Rostock. In der Messehalle können die Interessenten ihr handwerkliches Geschick auf die Probe stellen, beispielsweise beim Schieferschlagen. Doch auch die Vergütung soll Azubis anlocken, sagt Knirk: „Wir Dachdecker haben einen bundesweiten Ausbildungstarif. Im dritten Lehrjahr bekommt man knapp 1000 Euro.“

Auch im Hanse Hotel in Warnemünde sind nicht alle Lehrstellen besetzt. „Von sechs ausgeschriebenen Stellen sind vier vergeben“, sagt Mitarbeiterin Peggy Kuttner. Auf die Last-Minute-Börse verzichtet das Hotel aber. „Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass das nur Notbesetzungen sind“, so Kuttner.

Stattdessen setze man beim Hanse Hotel auf die kommenden Abschlussjahrgänge. Dafür wirbt der Betrieb in Schulen und bietet Praktika. Damit verfolgt das Unternehmen ein Ziel, sagt Kuttner: „Wir wollen überzeugen, dass es schöne Berufe sind.“

Durch ein Praktikum hat auch Helene Geißler ihren Traumjob entdeckt. Die 21-Jährige ist angehende Fachkraft für Wasserversorgungstechnik. „Ich wollte schon immer etwas mit Wasser und Umwelt machen“, sagt sie. Während eines Praktikums bei den Straßenbahn-Werkstätten in ihrer Heimatstadt Berlin hatte sie schließlich ihr technisches Geschick entdeckt und sich zu der Ausbildung bei Eurawasser entschlossen. „Damit kann man im Umweltschutz viel machen“, sagt Geißler. Nun ist sie im dritten Lehrjahr und wird ein halbes Jahr früher fertig als geplant.

Jobfactory: Am 18. September gibt es in der Hansemesse in Schmarl zwischen 9 und 19 Uhr die größte Berufsorientierungsmesse im Land. Mehr als 180 Betriebe stellen sich dabei vor. Der Eintritt ist frei.

 

Jens Barkhorn

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